Zentralspanien
Kastilien-León
Auf der Nordseite der Meseta – der zentralen Hochfläche der Iberischen Halbinsel – stand die Wiege des spanischen Nationalstaates: Burgos und León waren im Mittelalter die ersten Hauptstädte der wiedereroberten christlichen Landesteile. Davon künden die imposanten Kathedralen beider Städte, die am franz&oum ...
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Zentralspanien
Kastilien-León
Auf der Nordseite der Meseta – der zentralen Hochfläche der Iberischen Halbinsel – stand die Wiege des spanischen Nationalstaates: Burgos und León waren im Mittelalter die ersten Hauptstädte der wiedereroberten christlichen Landesteile. Davon künden die imposanten Kathedralen beider Städte, die am französischen Weg des „Camino de Santiago“ liegen. Südlich davon zwischen Zamora und Valladolid liegen die sanft gewellten Weinberge des Ribeira del Duero, von der einige der besten Rotweine Spaniens stammen. Zu Füßen der bis in den Mai hinein schneebedeckten Sierra de Guadarrama erhebt sich hingegen Segovia, dessen Silhouette an ein Schiff erinnert: Der mittelalterliche Alcázar ist der Bug, die Kathedrale der Mast, das römische Aquädukt das Ruder. Sage und schreibe 88 Türme zählt die über zwei Kilometer lange Stadtmauer von Ávila. Spaniens höchstgelegene Provinzhauptstadt (1131 m ü.d.M.) ist der Geburtsort der heiligen Teresa, der berühmten spanischen Mystikerin. Auf der Stadtmauer können Sie die Altstadt komplett zu Fuß umrunden – mit sensationellem Panorama. Eine Autostunde nordwestlich von Ávila liegt die „goldene Stadt“ Salamanca mit prächtigen Baudenkmälern der Gotik und Renaissance – und einer der ältesten Universitäten Europas!
Kastilien-La Mancha
Auf der Südseite der Meseta liegt La Mancha, jenes flache, dünn besiedelte Land, das in Cervantes‘ Roman „Don Quijote“ beschrieben wird. Auch wenn sich seitdem einiges verändert hat: La Mancha ist noch immer das Land der einsamen Windmühlen, Wege und Schafherden, die mit ihrer Milch den Rohstoff für den guten Manchego-Käse liefern. Wer auf den Spuren des literarischen Helden wandeln will, kann entlang der „Ruta del Don Quijote“ die legendären Schauplätze besuchen; besonders sehenswert sind Almagro, Puerto Lápice, El Toboso, Consuegra und Belmonte. Im Osten von Kastilien-La Mancha begeistert die Stadt Cuenca mit ihren „Hängenden Häusern“ über zwei Schluchten und bizarren Gesteinsformationen in der an grenzenden Serranía. Sie gehört ebenso zum Weltkulturerbe wie Toledo, die Hauptstadt der Autonomen Region und absoluter Höhepunkt! Toledo war im Mittelalter das bedeutendste Zentrum der jüdischen Kultur in Europa. Spaniens alte Hauptstadt hat noch die gleiche Silhouette, die El Greco im 16. Jh. malte, und birgt in ihren Mauern etliche seiner mystisch-expressiven Gemälde.
Extremadura
Medellín, Guadalupe, Trujillo ... Viele Ortsnamen der Extremadura finden sich auf der Landkarte Lateinamerikas wieder. Der Landstrich im Südwesten der Meseta ist die Heimat von Francisco Pizarro, Hernán Cortés und anderer Konquistadoren, die auf der Suche nach dem El Dorado die Reiche der Inkas und Azteken unterwarfen. So wandelt man in Cáceres staunend durch den Palacio de los Toledo-Moctezuma, der reich mit aztekischen Motiven ausgeschmückt ist. Doch die Geschichte der Extremadura geht bis in die Antike zurück. Mérida beherbergt die bedeutendsten römischen Monumente Spaniens und das „Museo Nacional de Arte Romana“. Die einstige Hauptstadt der römischen Provinz Lusitania liegt an der Ruta de la Plata, die in der Antike die wichtigste Nord-Süd-Verbindung der Iberischen Halbinsel war und heute als kulturelle Route Besucher aus aller Welt anlockt.