Madeiras verschwenderisches Blütenmeer zieht jeden Besucher in seinen Bann – das ganze Jahr über ist die Insel in eine grandiose Farbenpracht getaucht: Orchideen, Oleander, Passionsblumen, Calla, Hortensien, Bougainvilleen…Selbst in den Wintermonaten blühen allerorts Kamelien oder Frauenschuh und der Duft von Lavendel und Eukalyptus liegt ganzjährig über der Insel. Die Nationalblume und das Wahrzeichen Madeiras schlechthin ist die Strelitzie (Paradiesvogelblume), die auch – transportsicher im Karton verpackt – ein sehr beliebtes Souvenir ist. Allerdings ist sie wie rund 80% Prozent der hier vorkommenden Pflanzen nicht endemisch. Besonders unter englischen Kaufleuten war es im 18. Jh. en vogue, seltene Pflanzen aus aller Welt zu importieren und sie in den Gärten und Parks ihrer Quintas heimisch werden zu lassen. Viele dieser prachtvollen Gartenanlagen sind heute noch zu besichtigen, wie z.B. Blandy’s Garden in Funchal. Außerdem gibt es allein in der Inselhauptstadt 13 öffentliche Parks, in denen eine wahrhaft überbordende Pflanzenvielfalt bewundert werden kann.
Ein natürliches Kapital, das Madeira zu würdigen weiß: Fast 2/3 der Insel wurden unter Naturschutz gestellt, um die einzigartige Flora zu schützen – besonders den Laurisilva, den fast ausgestorbenen Lorbeerwald, der zu dem unter Schutz der UNESCO steht.