Ischia und Capri
Ischia
Wer mit der Fähre oder dem Tragflügelboot vorzugsweise von Neapel aus die Insel ansteuert und in Ischia Porto ankommt, wird wohl kaum erahnen, dass er sich in einem ehemaligen Vulkankrater befindet. Erst seit der Kraterrand vor knapp 150 Jahren durchstoßen wurde, besitzt Ischia einen geschützten Hafen. Davon konnten die einstigen Besitze ...
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Ischia und Capri
Ischia
Wer mit der Fähre oder dem Tragflügelboot vorzugsweise von Neapel aus die Insel ansteuert und in Ischia Porto ankommt, wird wohl kaum erahnen, dass er sich in einem ehemaligen Vulkankrater befindet. Erst seit der Kraterrand vor knapp 150 Jahren durchstoßen wurde, besitzt Ischia einen geschützten Hafen. Davon konnten die einstigen Besitzer der wuchtigen Aragoneserburg, die sich vor der benachbarten Ortschaft Ischia Ponte auf einem Felsen im Meer erhebt, im 15. Jh. sicher nur träumen...
Wie der Hafen, so ist auch die gesamte Insel vulkanischen Ursprungs und vielerorts sprudelt noch heute heißes, mineralhaltiges Wasser aus unterirdischen Quellen. Zusammen mit der prächtigen Vegetation und dem warmen Klima ergaben sich so ideale Voraussetzungen für regen Thermalbetrieb. Was Ischia heute so einzigartig und attraktiv macht, sind die paradiesisch schönen Thermengärten und Badelandschaften wie die „Poseidon-Gärten“ bei Forio und die „Thermen Aphrodite Apollon“ nahe Sant’ Angelo. Hoch im Kurs stehen Beauty-, Fitness- und Vitalprogramme, die in den Thermen und vielen Hotels angeboten werden. Sich „fit und schön urlauben“ lockt auch immer mehr junges Publikum an. Im Sommer herrscht auf den Flaniermeilen, in den Bars, Tavernen und Boutiquen in Ischia Porto, Casamicciola Terme und Lacco Ameno bis spät in die Nacht reges Treiben; beliebt sind auch die Strandvergnügen in der Citara-Bucht bei Forio und am Lido di Maronti im Süden, der nicht zuletzt auch von Surfern und Tauchern geschätzt wird. Und so ganz nebenbei: Die geologisch hochinteressante Gegend um den ca. 800 m hohen Monte Epomeo ist ein Wanderparadies par excellence.
Da sage noch einer, Ischia sei nur etwas für Fango-Touristen…
Capri
Die blaue Grotte, die rote Sonne – vielbesungen und beschrieben ist das gerade mal 6 x 3 km große Eiland im Süden des Golfs von Neapel. Schon der römische Kaiser Tiberius war von der Insel derart begeis tert, dass er sich hier dieprachtvolle Villa Jovis errichten ließ. Der eigentliche „Mythos Capri“ sollte sich dann Ende des 19. Jh. entwickeln…
Im Sommer lockt Capri unzählige Touristen für einen Tagesausflug vom Festland an. Ihr erstes Ziel ist die Marina Grande, der Yachthafen, das zweite die Piazzetta, das Herz Capris – zu erreichen per Seilbahn oder mit einem der originellen Oldtimer-Taxis. Tagsüber ist der Platz hoffnungslos überfüllt, dann bietet sich ein Bummel durch die idyllisch-gepflegten Gassen an – ein Laufsteg der Reichen und Schönen, zum Sehen und Ge sehen werden.
Doch die Insel bietet weit mehr als nur einen Tummelplatz für den Jetset: so etwa die Gärten des Augustus mit einem atemberaubenden Blick auf die Südküste, die grandios gelegene Villa San Michele, natürlich die berühmte „Grotta Azzurra“, wo die Farbe Blau ganz neue Di mensionen erhält, oder Anacapri, von wo aus man per Sessellift zum Monte Solaro hinaufgondeln kann.