Ligurien
Es waren betuchte Engländer, die Ligurien Mitte des 19. Jh. als Refugium für den Winter entdeckten. Seither ist die extrem schmale, landeinwärts von den Alpen und dem Apennin begrenzte Region am Golf von Genua als Italienische Riviera welweit ein Markenzeichen für Dolce Vita unter Palmen - und ein echter Klassiker unter den europäischen Sonnenzielen.
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Ligurien
Es waren betuchte Engländer, die Ligurien Mitte des 19. Jh. als Refugium für den Winter entdeckten. Seither ist die extrem schmale, landeinwärts von den Alpen und dem Apennin begrenzte Region am Golf von Genua als „Italienische Riviera“ welweit ein Markenzeichen für Dolce Vita unter Palmen - und ein echter Klassiker unter den europäischen Sonnenzielen.
Kein anderer Küstenstreifen Europas bietet auf vergleichbar kleinem Raum (knapp 5.400 qkm) derart viel Abwechslung, was Landschaft, Klima und Kultur betrifft: azurblaues Meer und schneebedeckte Alpengipfel, mediterrane Pflanzenpracht und dichte, fast nordisch anmutende Gebirgswälder, römische Ruinen und glanzvolle Paläste der Belle Époque. Und nicht zuletzt die exzellente ligurische Küche, die uns den „pesto alla genovese“ geschenkt hat und als eine der Hauptrichtungen mediterraner Kochkunst gilt.
Das Herz Liguriens ist Genua, und hier teilt sich die über 300 km lange Küste: in die Riviera di Levante („aufgehende Sonne“; östlicher Teil von Genua bis La Spezia) und die Riviera di Ponente („untergehende Sonne“; westlicher Teil zwischen Genua und der französischen Grenze). Letztere gliedert sich dann wiederum in die Riviera dei Fiori (Blumenriviera; von Ventimiglia bis Cervo) und die Riviera delle Palme (Palmenriviera; von Cervo bis hinter Savona) auf.
Trotz des starken Tourismus wird Naturschutz groß geschrieben. Ligurien nennt u.a. zwei Meeres schutzgebiete sein Eigen und das Ligurische Meer gehört zum sog. „Heiligtum der Wale“, einem rund 90.000 qkm großen Abschnitt zwischen der Toskana, Sardinien und der Côte d’Azur.