Wer einen Sprung ins Paradies wagen will, muss schon etwas länger Anlauf nehmen: Allein sechs Flugstunden sind es von Portugals Hauptstadt Lissabon bis zu dem zentralafrikanischen Insel staat. Dafür erwartet den Reisenden eine unverdorbene Tropenidylle mit weißen, palmen gesäumten Stränden vor türkisblauem Meer, eine atemberaubende Natur, auf geschlossene Menschen – und eine Äquatortaufe. Nur ca. 2.000 Touristen pro Jahr verirren sich auf das gerade mal 1.001 qkm große vulkanische Inselparadies, das 1472 von den Portugiesen entdeckt und besiedelt wurde. Zeugnisse der jahrhundertelangen portugiesischen Kolonialherrschaft sind in Architektur, Kultur und Sprache allgegenwärtig. So auch in São Tomé, der Hauptstadt an der nördlichen Inselspitze, einer lebendigen Kleinstadt mit bunten afrikanischen Märkten und einer imposanten Festungsanlage. Westlich davon erhalten Sie im zentralen Berg massiv in der Plantage von Monte Café Einblicke in den einst weltgrößten Kaffee- und Kakaoanbau. Und eine Fahrt entlang der Ostküste führt an fast unwirklich schönen Badebuchten vorbei zu den typischen Roças, alten Plantagenhöfen aus der Kolonialzeit, von denen einige zu Gasthäusern umgebaut wurden. Der Südteil der Insel ist durch den Obô-Nationalpark geschützt und bildet eine wahre Schatzkammer für Naturfreunde. Vor seiner Spitze, exakt auf dem Äquator, liegt winzige, auch als Schildkröteninsel bekannte Eiland Rolas. Dank des luxuriös en Hotel Pestana Equador lässt sich hier ein Urlaub verbringen, wie er der kitschigsten Werbung entsprungen scheint. São Tomé und Príncipe ist Afrikas zweitkleinster Staat, aber der hat’s in sich…