{"id":14361,"date":"2020-09-16T11:37:55","date_gmt":"2020-09-16T10:37:55","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.olimar.de\/?p=14361"},"modified":"2023-05-24T18:53:19","modified_gmt":"2023-05-24T17:53:19","slug":"auf-den-spuren-des-odysseus-italien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.olimar.de\/auf-den-spuren-des-odysseus-italien\/","title":{"rendered":"Vier Tage auf den Spuren des Odysseus an der Riviera"},"content":{"rendered":"\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>&#8220;Und wir kamen zur&nbsp;Insel Aiaia. Diese bewohnte <br>Kirke, die sch\u00f6ngelockte, die hehre melodische G\u00f6ttin&#8221;<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p><strong>So beschreibt Odysseus den ersten Kontakt mit der Zauberin Circe, die auf der Insel Aiaia auf die Seefahrenden wartete, um sie mit ihrem Gesang zu verzaubern und sie bei sich festzuhalten. Das mythische Aiaia ist der n\u00f6rdlichste Vorposten der Odysseus Riviera und hei\u00dft heute Halbinsel des Circeo. 4-Tage mit dem Mietwagen auf den Spuren des Odysseus an der Riviera, komm mit auf unsere kleine Reise!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link wp-element-button\" href=\"https:\/\/www.olimar.de\/italien\/\">Italien Reiseangebote und Hoteltipps entdecken<\/a><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Meine Schwester und ich sind zwar keine jungen griechischen Seefahrerinnen. Aber die Idee, ein bisschen auf den Spuren des Odysseus zu wandeln fanden wir vielversprechend. Und so haben wir Ende Juli beschlossen, diesen circa <strong>90 km langen K\u00fcstenabschnitt im Latium<\/strong> zu bereisen, mit Hauptquartier in Sperlonga. Die Aufgabenteilung ist von vorneherein klar: Ich schw\u00e4tze, sie fotografiert. Und so machen wir uns auf den Weg: 4-Tage mit dem Mietwagen auf den Spuren des Odysseus an der Riviera!<\/p>\n\n\n\n<h2>Die Odysseus Riviera<\/h2>\n<p>Vorausgesagt sei, dass es ein wahrhaft heldenhaftes Unternehmen ist, wenn man in Covid-Zeiten zur Hauptreisezeit der Italiener an eine ihrer K\u00fcsten f\u00e4hrt. Die Einheimischen haben ihr Land dieses Jahr regelrecht erobert. Trotz der vergangenen schwierigen Monate und dem allgegenw\u00e4rtigen Respekt f\u00fcr die Vorsichtsma\u00dfnahmen, haben sie ihre, <strong>sprichw\u00f6rtliche Lebensfreude<\/strong> nicht verloren. Was uns ungemein beruhigt. Die sch\u00f6nen <strong>Sandstr\u00e4nde um Sperlonga<\/strong> herum sind proppenvoll. Aber wir suchen ja nach den <strong>Spuren des Odysseus<\/strong>, so dass das Baden zweitrangig wird.<\/p>\n<p>Wir entdecken die <strong>Odysseus Riviera von S\u00fcden<\/strong> aus, von Neapel kommend, und \u201ebetreten\u201c sie mit dem Mietwagen kurz nach Minturno. Die<strong> Monti Aurunci<\/strong>, diese kargen, manchmal etwas unheimlichen Apennin Ausl\u00e4ufer, die sich gleich hinter der K\u00fcste erheben und seit <strong>1997 zum Naturpark erkl\u00e4rt<\/strong> wurden, begr\u00fc\u00dfen den Besuchenden schon von weitem. Nach Formia und Gaeta empf\u00e4ngt uns Sperlonga <strong>\u2013<\/strong> die ehemals<strong> r\u00f6mische \u201espeluncae\u201c<\/strong> &#8211; mit einem flammenden Sonnenuntergang.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Sonnenuntergang-von-Sperlonga_1024x683.jpg\" alt=\"Sonnenuntergang mit knalligen Farben - hinter Bergen untergehend \" class=\"wp-image-14384\" width=\"463\" height=\"309\" srcset=\"https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Sonnenuntergang-von-Sperlonga_1024x683.jpg 1024w, https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Sonnenuntergang-von-Sperlonga_1024x683-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Sonnenuntergang-von-Sperlonga_1024x683-768x512.jpg 768w, https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Sonnenuntergang-von-Sperlonga_1024x683-840x560.jpg 840w\" sizes=\"auto, (max-width: 463px) 100vw, 463px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Sonnenuntergang<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<h2>Die geheimnisvolle Halbinsel<\/h2>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen lernen wir, mit Odysseus\u2018 Augen zu sehen: Die Circeo Halbinsel sieht von weitem tats\u00e4chlich wie eine Insel aus. Und pr\u00e4sentiert sich <strong>geheimnisvoll im Morgendunst<\/strong>, so dass man mit etwas Vorstellungskraft, sehr gut eine Zauberin darauf ansiedeln kann.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Aussicht-auf-Circeo_1024x683.jpg\" alt=\"Halbinsel im Morgendunst aus der Ferne zu sehen\" class=\"wp-image-14385\" width=\"477\" height=\"317\" srcset=\"https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Aussicht-auf-Circeo_1024x683.jpg 1024w, https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Aussicht-auf-Circeo_1024x683-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Aussicht-auf-Circeo_1024x683-768x512.jpg 768w, https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Aussicht-auf-Circeo_1024x683-840x560.jpg 840w\" sizes=\"auto, (max-width: 477px) 100vw, 477px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Halbinsel im Morgendunst<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<h2>Sperlonga: die Perle der Riviera<\/h2>\n<p>Wir k\u00f6nnen uns aber losrei\u00dfen und versuchen, noch vor der gar nicht zauberhaften Hitze, Sperlonga zu entdecken. Heute, als die <strong>Perle der Riviera<\/strong> bekannt, ist das ehemalige kleine Fischerdorf auf Hochglanz geputzt. In den verwinkelten Treppen und Durchg\u00e4ngen befinden sich <strong>schicke Boutiquen und Restaurants<\/strong>. Die Mauern sind h\u00fcbsch mit <strong>bunter Keramik<\/strong> dekoriert, in den Abendstunden hat ein Beleuchtungsarchitekt das Ganze wirkungsvoll in Szene gesetzt. Einschlie\u00dflich <strong>Torre Truglia<\/strong>, dem markanten Wehrturm und Wahrzeichen der Stadt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"683\" height=\"1024\" data-id=\"14386\" src=\"https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Sperlonga-2_1024x683.jpg\" alt=\"Hinterhof eines Hauses \" class=\"wp-image-14386\" srcset=\"https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Sperlonga-2_1024x683.jpg 683w, https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Sperlonga-2_1024x683-200x300.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Hinterhof <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"683\" height=\"1024\" data-id=\"14387\" src=\"https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Sperlonga-3_683x1024.jpg\" alt=\"Treppen in der D\u00e4mmerung mit einer Stra\u00dfenlaterne\" class=\"wp-image-14387\" srcset=\"https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Sperlonga-3_683x1024.jpg 683w, https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Sperlonga-3_683x1024-200x300.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Treppen in der D\u00e4mmerung<\/figcaption><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Sperlonga-4_1024x683-1.jpg\" alt=\"Dorf auf einer Erh\u00f6hung \" class=\"wp-image-14389\" width=\"469\" height=\"312\" srcset=\"https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Sperlonga-4_1024x683-1.jpg 1024w, https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Sperlonga-4_1024x683-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Sperlonga-4_1024x683-1-768x512.jpg 768w, https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Sperlonga-4_1024x683-1-840x560.jpg 840w\" sizes=\"auto, (max-width: 469px) 100vw, 469px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Dorf auf einer Erh\u00f6hung<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Torre-Truglia_768x1024.jpg\" alt=\"Torre Truglia - in der Abendd\u00e4mmerung angestrahlt mit Licht \" class=\"wp-image-14390\" width=\"359\" height=\"478\" srcset=\"https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Torre-Truglia_768x1024.jpg 768w, https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Torre-Truglia_768x1024-225x300.jpg 225w, https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Torre-Truglia_768x1024-420x560.jpg 420w\" sizes=\"auto, (max-width: 359px) 100vw, 359px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Torre Truglia<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Wie schon in <a href=\"https:\/\/www.olimar.de\/blog\/matera\/\">Matera<\/a>, europ\u00e4ische <strong>Kulturhauptstadt 2019<\/strong>, sind die ehemals unwirklichen und entbehrungsreichen Lebensr\u00e4ume der Bewohnenden, zu einem zweifellos <strong>beeindruckenden \u00e4sthetischen Erlebnis<\/strong> gemacht worden. Fragt sich nur, ob sich noch jemand der heutigen Besuchenden an die Geschichte des Ortes erinnert: an die extreme Armut, die hier noch bis in die sp\u00e4ten 50er Jahre herrschte, bis der Ort endlich an die<strong> K\u00fcstenstra\u00dfe Via Flacca<\/strong> angeschlossen wurde. An den mutigen Aufstand der einheimischen Bev\u00f6lkerung, als die Regierung die spektakul\u00e4ren Funde der<strong> Ausgrabungen der<\/strong> <strong>Tiberiusvilla<\/strong>, nach Rom bringen und ihnen so die Gelegenheit zum dringend n\u00f6tigen wirtschaftlichen Fortschritt nehmen wollte.<\/p>\n<h2>Die Grotte von Sperlonga<\/h2>\n<p>Das arch\u00e4ologische Museum und die <strong>Grotte s\u00fcdlich von Sperlonga<\/strong> sind ein empfehlenswertes Erlebnis f\u00fcr die ganze Familie. Wer keinen Shuttle-Bus von seiner Unterkunft aus hat, kann sie gut zu Fu\u00df oder mit dem Fahrrad \u00fcber den<strong> \u201eSentiero di Ulisse\u201c<\/strong>, den Odysseus Pfad, erreichen. Sofort sind wir uns einig: Die alten R\u00f6mer wussten wirklich immer, wo es am Sch\u00f6nsten ist. Die nat\u00fcrliche Grotte diente zwar haupts\u00e4chlich zur Fischzucht. Kaiser Tiberius stattete sie aber <strong>wirkungsvoll mit den Skulpturengruppen der Odysseus Sagen<\/strong> aus, die in seiner Jugend wieder in Mode gekommen waren. Und so machte er aus der Grotte eine gro\u00dfartige Location f\u00fcr seine Festgelage. F\u00fcr den Fall, wenn das Regieren in Rom zu anstrengend oder zu langweilig geworden war.<\/p>\n<p>Die \u00dcberreste der Skulpturen und andere Funde kann man im kleinen Museum bestaunen. In der Grotte ist das Spiel von Licht und Dunkelheit, zusammen mit den Spiegelungen der Wasserbecken, sehr suggestiv und die <strong>Aussicht auf die Kirke Insel umwerfend<\/strong>. Man kann sich gut den Kaiser vorstellen, der sich, l\u00e4ssig hingestreckt inmitten seiner G\u00e4ste, in der k\u00fchlen Grotte von den besten Fischspezialit\u00e4ten seiner K\u00f6che verw\u00f6hnen l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Tiberiusgrotte_1024x690.jpg\" alt=\"Blick auf die Grotte\" class=\"wp-image-14391\" width=\"521\" height=\"350\" srcset=\"https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Tiberiusgrotte_1024x690.jpg 1024w, https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Tiberiusgrotte_1024x690-300x202.jpg 300w, https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Tiberiusgrotte_1024x690-768x518.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 521px) 100vw, 521px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Blick auf die Grotte<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Tiberiusgrotte-innen_1024x683.jpg\" alt=\"Blick aus der Grotte raus\" class=\"wp-image-14392\" width=\"518\" height=\"345\" srcset=\"https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Tiberiusgrotte-innen_1024x683.jpg 1024w, https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Tiberiusgrotte-innen_1024x683-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Tiberiusgrotte-innen_1024x683-768x512.jpg 768w, https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Tiberiusgrotte-innen_1024x683-840x560.jpg 840w\" sizes=\"auto, (max-width: 518px) 100vw, 518px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Blick aus der Grotte raus<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<blockquote>\n<p class=\"zenoplm0n4\"><em>&#8220;Ich allein blieb drau\u00dfen mit meinem schw\u00e4rzlichen Schiffe<\/em><br><em>An dem Ende der Bucht und band es mit Seilen am Felsen,<\/em><br><em>Kletterte dann auf den zackichten, weitumschauenden Gipfel.&#8221;<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<h2>Terracina \u2013 Stilmix par excellence<\/h2>\n<p>Nur wenige Kilometer weiter n\u00f6rdlich von Sperlonga, liegt <strong>Terracina<\/strong> unter dem kantigen Felsh\u00fcgel <strong>Pisco Montano<\/strong>. Die Putzwut der Stadtplanenden ist nicht bis hierher vorgedrungen, das macht den Ort besonders interessant. Hier sollten laut der Odysseus Sage, die <strong>schrecklichen Laistrygonen<\/strong> gewohnt haben, die, au\u00dfer seinem eigenen Schiff, die gesamte griechische Flotte zerst\u00f6rten.<\/p>\n<blockquote>\n<p><em>&#8220;Aber gl\u00fccklich enteilte mein Schiff von den hangenden Klippen<\/em><br><em>\u00dcber das Meer; die andern versanken dort all in den Abgrund.&#8221;<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<h3>Ein Mix der Zeiten<\/h3>\n<p>Beim Hindurchspazieren f\u00fchlen wir uns an eine \u00dcberraschungstorte erinnert. Von allem gibt es eine Schicht zu sehen: <strong>Mittelalterliche Geb\u00e4ude<\/strong> werden durchdrungen von <strong>r\u00f6mischen Monumenten<\/strong>, die Ausgrabungen im Zentrum sind in vollem Gange. Im <strong>Dom San Cesareo<\/strong> wurden die r\u00f6mischen S\u00e4ulen mit den charakteristischen Kapitellen verbaut, der <strong>kunstvolle Mosaikboden<\/strong> erinnert an Byzanz. Und \u00fcber dem Originalpflaster,&nbsp; der Via Appia winkt hier und da auch noch die faschistische Architektur. Die sich in ihrem Gr\u00f6\u00dfenwahn berufen f\u00fchlte, r\u00f6mische Stilelemente zu \u00fcbernehmen, um das r\u00f6mische Reich wieder auferstehen zu lassen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Forum-Romanum-Terracina_1024x683.jpg\" alt=\"R\u00f6mische S\u00e4ule mit einem alten Geb\u00e4ude im Hintergrund\" class=\"wp-image-14393\" width=\"510\" height=\"339\" srcset=\"https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Forum-Romanum-Terracina_1024x683.jpg 1024w, https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Forum-Romanum-Terracina_1024x683-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Forum-Romanum-Terracina_1024x683-768x512.jpg 768w, https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Forum-Romanum-Terracina_1024x683-840x560.jpg 840w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">R\u00f6mische S\u00e4ule<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" data-id=\"14394\" src=\"https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Mosaikboden-San-Cesareo_1024x683.jpg\" alt=\"Gemusterter und bunter Mosaikboden \" class=\"wp-image-14394\" srcset=\"https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Mosaikboden-San-Cesareo_1024x683.jpg 1024w, https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Mosaikboden-San-Cesareo_1024x683-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Mosaikboden-San-Cesareo_1024x683-768x512.jpg 768w, https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Mosaikboden-San-Cesareo_1024x683-840x560.jpg 840w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Mosaikboden<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" data-id=\"14395\" src=\"https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Portikus-San-Cesareo_1024x683.jpg\" alt=\"R\u00f6mische Stilelemente an einer Hauswand\" class=\"wp-image-14395\" srcset=\"https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Portikus-San-Cesareo_1024x683.jpg 1024w, https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Portikus-San-Cesareo_1024x683-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Portikus-San-Cesareo_1024x683-768x512.jpg 768w, https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Portikus-San-Cesareo_1024x683-840x560.jpg 840w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">R\u00f6mische Stilelemente an einer Hauswand<\/figcaption><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>In ihrer Urspr\u00fcnglichkeit und mit dem Charme, von etwas Vernachl\u00e4ssigung eine sehr faszinierende Mischung. Ein Erlebnis fern von jedem touristischem Pep und kommerzieller Verfremdung. Auf dem \u201eweitumschauenden Gipfel\u201c <strong>Pisco Montano<\/strong> erreichen wir mit schlechtem Timing die <strong>r\u00f6mische Tempelanlage Giove Anxur<\/strong> genau in der gr\u00f6\u00dften Hitze und zu Beginn der Mittagspause. Aber wie schon Odysseus immer wieder aus misslichen Lagen errettet wurde, werden wir von Marco von der Stadtverwaltung gerettet, der eigentlich von der Planung eines Open Air Events zur\u00fcckfahren wollte, uns aber mit unermesslicher Geduld unter der unerbittlichen Sonne durch die eigentlich geschlossene Tempelanlage f\u00fchrt und sogar noch Tipps f\u00fcr die besten Fotos gibt. Sprichw\u00f6rtliche italienische Gastfreundschaft.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Grosser-Anxur-Tempel_683x1024-1.jpg\" alt=\"Gang durch r\u00f6mische \u00dcberreste\" class=\"wp-image-14397\" width=\"303\" height=\"453\" srcset=\"https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Grosser-Anxur-Tempel_683x1024-1.jpg 683w, https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Grosser-Anxur-Tempel_683x1024-1-200x300.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 303px) 100vw, 303px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Gang durch r\u00f6mische \u00dcberreste<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Aussicht-Anxur-Tempel_1024x683.jpg\" alt=\"Blick auf das offene Meer \" class=\"wp-image-14398\" width=\"487\" height=\"324\" srcset=\"https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Aussicht-Anxur-Tempel_1024x683.jpg 1024w, https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Aussicht-Anxur-Tempel_1024x683-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Aussicht-Anxur-Tempel_1024x683-768x512.jpg 768w, https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Aussicht-Anxur-Tempel_1024x683-840x560.jpg 840w\" sizes=\"auto, (max-width: 487px) 100vw, 487px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Blick auf das offene Meer<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<h3>Der Meerblick darf nicht fehlen<\/h3>\n<p>Vom gro\u00dfen Tempel aus hat man den Eindruck, <strong>Herr \u00fcber Land und Meer<\/strong> zu sein. So weit schweift der Blick \u00fcber die K\u00fcste mit dem glitzernden Meer, aus dem im Dunst die Umrisse der Pontinischen Inseln aufsteigen: <strong>Ponza, Palmarola und Ventotene.<\/strong> Von hier aus versuchte Odysseus zu ersp\u00e4hen, wie er am besten seine Heimreise planen sollte, bevor er und seine Begleitenden endlich von Kirke freigelassen wurden:<\/p>\n<blockquote>\n<p><em>&#8220;Jene sandte vom Ufer dem blaugeschn\u00e4belten Schiffe<\/em><br><em>G\u00fcnstigen segelschwellenden Wind zum guten Begleiter&#8221;<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h2>Weiter geht&#8217;s in die Monti Aurunci<\/h2>\n<p>Aber wie die griechischen Seefahrenden sich immer weiter in neue Gebiete wagten, so m\u00fcssen auch wir weiter auf unserer Entdeckungsreise: 4 Tage&nbsp;mit dem Mietwagen auf den Spuren des Odysseus an der Riviera. N\u00e4mlich nach<strong> Campo Soriano<\/strong>, direkt hinein in die Monti Aurunci, die mit den kahlen H\u00e4ngen, aus denen spitzer Kalkstein hervorsticht, etwas unwirklich erscheinen. Wir f\u00fchlen uns ein bisschen an Jim Knopf und Lukas den Lokomotivf\u00fchrer erinnert, die mit mulmigem Gef\u00fchl auf das gestreifte Gebirge zufahren, bevor sie das <strong>Tal der D\u00e4mmerung<\/strong>&nbsp;erreichen. Nachdem uns eine nette Frau beim Erkl\u00e4ren der Stra\u00dfe etwas verwundert darauf aufmerksam macht, dass nach wenigen Kilometern aber die Behausungen aufh\u00f6ren, sind wir dann doch gespannt, was uns erwartet.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Monti-Aurunci_1024x683.jpg\" alt=\"Blick auf die Landschaft - im Hintergrund sind Berge und vorne alte Gem\u00e4uer\" class=\"wp-image-14399\" width=\"525\" height=\"349\" srcset=\"https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Monti-Aurunci_1024x683.jpg 1024w, https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Monti-Aurunci_1024x683-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Monti-Aurunci_1024x683-768x512.jpg 768w, https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Monti-Aurunci_1024x683-840x560.jpg 840w\" sizes=\"auto, (max-width: 525px) 100vw, 525px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Blick auf die Landschaft<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<h3>Auf verlassenden Pfaden&#8230;<\/h3>\n<p>Tats\u00e4chlich verfahren wir uns und enden in einem Tal bei einem verlassenen Hof, vor dem unser Auto sofort von vier w\u00fctenden Hunden umringt wird. Jetzt bekommen wir es doch etwas mit der Angst zu tun. Aber nachdem wir die bellende Meute hinter uns gelassen haben, siegt die Neugierde. Mit etwas Herzklopfen kommen wir dann nach kurzer Zeit doch am Parkplatz dieses <strong>Naturschauspiels<\/strong> an. Es scheint so, als ob Obelix unterwegs war und Hinkelsteine verloren habe. Wie kr\u00fcppelige Kerzen stehen <strong>spitze Kalksteinformationen inmitten der Landschaft aus Weinreben<\/strong> und duftenden Feigen- und anderen wilden Obstb\u00e4umen. Hier w\u00e4chst sogar wilder Safran erster Qualit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-3 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"683\" height=\"1024\" data-id=\"14401\" src=\"https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Campo-Soriano_1024x683.jpg\" alt=\"Kalksteinformationen mitten im Gr\u00fcnen auf einem Hang\" class=\"wp-image-14401\" srcset=\"https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Campo-Soriano_1024x683.jpg 683w, https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Campo-Soriano_1024x683-200x300.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Kalksteinformationen <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"683\" height=\"1024\" data-id=\"14400\" src=\"https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Campo-Soriano-2_1024x683.jpg\" alt=\"Kalksteinformationen \" class=\"wp-image-14400\" srcset=\"https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Campo-Soriano-2_1024x683.jpg 683w, https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Campo-Soriano-2_1024x683-200x300.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Kalksteinformationen <\/figcaption><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p>Es ist hei\u00df, aber still und Schmetterlinge fliegen ungest\u00f6rt vor einem her.&nbsp; Man kommt sich vor wie in einem <strong>Paradiesgarten<\/strong>. Mehrere Wanderwege starten von hier aus in die Berge. Ein Picknickplatz mit Tischen und B\u00e4nken zeigt, dass dieser anscheinend gottverlassene Platz auch von anderen Besuchern aufgesucht wird. Eine kurze Wanderung w\u00fcrde uns auch gefallen. Aber die sollte man besser im Fr\u00fchjahr oder im Herbst planen, denn Schatten ist hier ein Fremdwort. &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p>Auf dem R\u00fcckweg fahren wir an den <strong>zahlreichen gro\u00dfen Gew\u00e4chsh\u00e4usern um Terracina<\/strong> herum vorbei, in denen hervorragende Tomaten, Melonen aller Art, Radieschen und vieles mehr angebaut wird. Aus den Weinreben um die Stadt herum, wird der ber\u00fchmte <strong>wei\u00dfe Moscato di Terracina<\/strong> produziert. Au\u00dferdem gibt es B\u00fcffelmozzarella und sehr gutes Oliven\u00f6l. Odysseus hatte also au\u00dfer der <strong>sch\u00f6nen Kirke<\/strong> noch einen guten Grund mehr, als er sich entschied in dieser Gegend zu bleiben, bevor es wieder nach Hause gehen sollte.<\/p>\n<h2>Next Stop: Itri<\/h2>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag ist Itri unser erstes Ziel. Die Landstra\u00dfe <strong>\u201eStrada Provinciale Itri Sperlonga\u201c<\/strong>, die uns wieder in die Monti Aurunci bringt, h\u00e4lt umwerfende Ausblicke auf die K\u00fcste bereit. Aber auch auf die von Kalksteinen gesprenkelten H\u00e4nge und T\u00e4ler. Das <strong>Volk der Aurunker<\/strong>, nach denen diese Berge benannt sind, besiedelte sie ab dem Jahr 1.000 v. Chr.. In zahlreichen r\u00f6mischen Texten werden sie als primitives, grausames und sehr kriegerisches Volk beschrieben, das den r\u00f6mischen Legion\u00e4ren vor allem wegen seiner m\u00e4chtigen Statur Angst einfl\u00f6\u00dfte. Tats\u00e4chlich schafften es die R\u00f6mer erst nach vielen Kriegen, sich die Aurunker untertan zu machen und ihren 5-St\u00e4dtebund aufzul\u00f6sen. Um die neuen Machtverh\u00e4ltnisse klar zu machen bauten sie <strong>Festungen und Wehrburgen auf der wichtigsten Stra\u00dfe<\/strong>, die nach Rom f\u00fchrte: <em>Iter<\/em> \u2013 der Weg. Der kleine Ort Itri mit seiner m\u00e4chtigen Burg war eine wichtige Station auf der Via Appia.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Stadttor-Itri_1024x683.jpg\" alt=\"R\u00f6mische Gasse mit Kalkstein\" class=\"wp-image-14402\" width=\"358\" height=\"536\" srcset=\"https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Stadttor-Itri_1024x683.jpg 683w, https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Stadttor-Itri_1024x683-200x300.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 358px) 100vw, 358px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Gasse<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<h3>Eine Zeitreise in die Vergangenheit<\/h3>\n<p>Durch mehrere Stadttore hindurch, steigen wir nur \u00fcber Treppen durch enge Gassen hinauf, in denen das <strong>Leben stehengeblieben<\/strong> zu sein scheint. Die alten Bewohnenden sitzen in Gruppen vor den H\u00e4usern. Katzen liegen auf den Stufen und d\u00f6sen vor sich hin. Gekr\u00f6nt wird das bullige Bauwerk von drei unterschiedlichen T\u00fcrmen aus verschiedenen Perioden. Im runden Turm hielt sich der Hausherr ein Krokodil, dem man ungeliebte Gefangene zum Fra\u00df vorwerfen konnte.<\/p>\n<h2>Weiter geht&#8217;s nach Gaeta<\/h2>\n<p>Gaeta liegt vorgeschoben auf einer Landzunge, am gleichnamigen Golf und schlie\u00dft unseren Besuch an diesem <strong>wundersch\u00f6nen und abenteuerlichen K\u00fcstenstreifen<\/strong> ab. Der erste Blick auf die Stadt am Monte Orlando, wird leider von der wuchtigen Kaserne der Finanzpolizei<strong> \u201eGuardia di Finanza\u201c<\/strong> beherrscht, aber wenn man an der Meerespromenade und der <strong>Kirche Santissima Annunziata<\/strong> entlang auf das Stadtzentrum zugeht, er\u00f6ffnen sich st\u00e4ndig neue Blickwinkel.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Zentrum-Gaeta_683x1024.jpg\" alt=\"Gasse mit einem kleinen Bogen aus altem Gestein\" class=\"wp-image-14404\" width=\"328\" height=\"492\" srcset=\"https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Zentrum-Gaeta_683x1024.jpg 683w, https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Zentrum-Gaeta_683x1024-200x300.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 328px) 100vw, 328px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Gasse<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Gaeta_1024x683.jpg\" alt=\"Stadt am Monte Orlando - im Vordergrund das Meer \" class=\"wp-image-14403\" width=\"502\" height=\"334\" srcset=\"https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Gaeta_1024x683.jpg 1024w, https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Gaeta_1024x683-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Gaeta_1024x683-768x512.jpg 768w, https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Gaeta_1024x683-840x560.jpg 840w\" sizes=\"auto, (max-width: 502px) 100vw, 502px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Stadt am Monte Orlando<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Unser gr\u00f6\u00dftes Problem ist hier, von welcher Seite der Stadt aus wir die Aussicht genie\u00dfen sollen. Wenn man am Belvedere, unter der Aragoneser Burg ankommt, hat man die Qual der Wahl: Auf einer Seite schaut man nach <strong>Formia<\/strong> und auf die <strong>Berge der Aurunker<\/strong>. Von der anderen Seite aus sehen wir \u2013 <a href=\"https:\/\/www.olimar.de\/blog\/ischia-urlaubstipps\/\">Ischia<\/a>! Und weiter hinten doch tats\u00e4chlich auch den<strong> Vesuv<\/strong>. Wir k\u00f6nnen es kaum glauben. Aber ein distinguierter \u00e4lterer Herr, dem wir unsere Zweifel anvertrauen, best\u00e4tigt uns, dass es sich um den Vulkankegel des Vesuvs handelt.<\/p>\n<p>Er erz\u00e4hlt uns auch, dass die historischen Stadtmauern Gaetas erst 1960 vom damaligen B\u00fcrgermeister gesprengt worden waren um einer neuen, <strong>modernen Meerespromenade<\/strong> Platz zu machen. Der R\u00fcckweg durch die mittelalterlichen Gassen zeigt dann den Spagat, den diese strategisch wichtige und durch die Jahrhunderte st\u00e4ndig umk\u00e4mpfte Stadt, zwischen <strong>historischem Gem\u00e4uer und moderner Stadtplanung<\/strong> machen musste. Wir nehmen Abschied bei Vollmond und im aprikosefarbenen Abendlicht am sch\u00f6nsten Sandstrand von Gaeta \u201eSpiaggia di Serapo\u201c.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<h2>Fondi \u2013 der kr\u00f6nende Abschluss<\/h2>\n<p>Am letzten Tag machen wir noch einen <strong>Abstecher nach Fondi<\/strong>, von hier aus fahren die Z\u00fcge nach Rom und Neapel. Wahrzeichen der Stadt, die zwischen dem gleichnamigen See und dem Meer liegt, ist die gut erhaltene Burg aus dem 13-15. Jahrhundert mitten im h\u00fcbschen, gepflegten Stadtzentrum.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Burg-Fondi_1024x683.jpg\" alt=\"Erhaltene Burg \" class=\"wp-image-14405\" width=\"408\" height=\"611\" srcset=\"https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Burg-Fondi_1024x683.jpg 683w, https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Burg-Fondi_1024x683-200x300.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 408px) 100vw, 408px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Erhaltene Burg<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Im Inneren befindet sich das Stadtmuseum. Aber der Eintritt lohnt sich, vor allem wegen der <strong>Aussichtsterrasse<\/strong>, die zum Abschied nochmal einen spektakul\u00e4ren Blick auf die Berge der Aurunker, den See und das Meer erlaubt. Ein letzter Cappuccino zusammen und die Feststellung, dass wir diese wundervolle Region auf jeden Fall wieder besuchen werden. Dann f\u00e4hrt meine Schwester nach Neapel und ich nach Norden zur\u00fcck in die Toskana. &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Rodica-und-Viorica_zugeschnitten.jpg\" alt=\"Geschwisterpaar auf einem Bild \" class=\"wp-image-14406\" width=\"230\" height=\"189\" srcset=\"https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Rodica-und-Viorica_zugeschnitten.jpg 700w, https:\/\/blog.olimar.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Rodica-und-Viorica_zugeschnitten-300x247.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 230px) 100vw, 230px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Geschwisterpaar auf einem Bild <\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<h2>Unsere Empfehlung:\u00a04 Tage mit dem Mietwagen auf den Spuren des Odysseus an der Riviera<\/h2>\n<p>Wir empfehlen \u201e4-Tage mit dem Mietwagen auf den Spuren des Odysseus an der Riviera\u201d in der Nebensaison von <strong>Mai bis Mitte Juli und im September bis Mitte Oktober<\/strong>. Es eine Reise f\u00fcr die ganze Familie: Tempel, Burgen, geheimnisvolle Landschaften mit abwechslungsreichen Str\u00e4nden verhei\u00dfen <strong>Abenteuer f\u00fcr Jung und Alt<\/strong>. Die Strecken zwischen den einzelnen Etappen sind kurz und verlangen keine stundenlange Fahrzeit. Wer sich ein bisschen M\u00fche machen m\u00f6chte, der bereitet den Nachwuchs mit einer farbig illustrierten Odysseus Ausgabe extra f\u00fcr Kinder darauf vor, zum Beispiel \u201eGriechische Sagen f\u00fcr Kinder\u201c von Elke Leger, dieses Jahr erschienen im Anaconda Verlag, oder die H\u00f6rspiel CD \u201eDie Abenteuer und Irrfahrten des Odysseus\u201c von Karlheinz Koinegg im H\u00f6rverlag.\u00a0<\/p>\n<p><strong>Die Zitate stammen aus dem Werk<\/strong> <br \/>Homer: Odyssee<br \/>Edition Holzinger. Taschenbuch<br \/>Berliner Ausgabe, 2016, 4. Auflage<br \/>\u00dcbersetzung von Johann Heinrich Vo\u00df. und 11. Gesang<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link wp-element-button\" href=\"https:\/\/www.olimar.de\/hotellistung\/\">Jetzt Urlaubsangebote finden und buchen<\/a><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8220;Und wir kamen zur&nbsp;Insel Aiaia. Diese bewohnte Kirke, die sch\u00f6ngelockte, die hehre melodische G\u00f6ttin&#8221; So beschreibt Odysseus den ersten Kontakt mit der Zauberin Circe, die auf der Insel Aiaia auf die Seefahrenden wartete, um sie mit ihrem Gesang zu verzaubern und sie bei sich festzuhalten. Das mythische Aiaia ist der n\u00f6rdlichste Vorposten der Odysseus Riviera und hei\u00dft heute Halbinsel des Circeo. 4-Tage mit dem Mietwagen auf den Spuren des Odysseus an der Riviera, komm mit auf unsere kleine Reise! Meine Schwester und ich sind zwar keine jungen griechischen Seefahrerinnen. 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