Meerjungfrau statt Ballermann: Im Menorca Urlaub auf der zweitgrößten Balearen-Insel genießt man eine Auszeit ohne zubetonierte Strände und Partymeilen. Seit 1993 ist die rund 700 km² große Insel ein UNESCO-Biosphärenreservat. Fast die Hälfte des Gebietes steht unter Naturschutz. Und so findet man an der 200 km langen Küste reichlich, was anderswo am Mittelmeer oft selten ist: naturbelassene Strandjuwele mit kristallklarem, türkisfarbenem Wasser, eingerahmt von malerischen Felsen mit Pinien. Wer gut zu Fuß ist, findet auch im Hochsommer ein ruhiges, vielleicht sogar einsames Plätzchen.
Natürliches Strandparadies unter dem Schutze Neptuns
Die schönsten Strände im Menorca Urlaub
Strandbuchten im Süden
Zauberhafte Calas - kleine, teils winzige Strandbuchten – sind das Markenzeichen Menorcas. Die bekanntesten Traumstrände liegen an der Südküste: Cala Galdana, Macarella, Macarelleta… Eine Ausnahmeerscheinung an der stark zerklüfteten Küste ist der mehrere Kilometer lange Strand Son Bou. Unter allen Stränden im Süden empfiehlt sich vor allem auch Cales Coves.
Strände im Norden
Auch im insgesamt raueren Norden locken herrliche Strände, das Spektrum reicht vom touristisch erschlossenen Arenal d'en Castell zu unberührten Juwelen wie Cala Presili und Platja d‘ en Tortuga („Schildkröten-Strand“). Zusätzlich gibt es Badezonen und Naturschwimmbecken mit Plateaus zum Sonnenbaden und Treppeneinstieg ins Wasser. Der schönste Strand im Norden ist Cala en Brut.
Neptun-Seegras für den Umwelt- und Artenschutz
Ein Grund für die natürliche Schönheit von Menorcas Küste ist das Neptun-Seegras. Posidonia oceanica bildet auf dem Meeresboden ausgedehnte Wiesen, reinigt das Wasser, fördert die Artenvielfalt und absorbiert CO² aus der Atmosphäre. Angeschwemmtes Seegras wird nur behutsam oder saisonal gar nicht entfernt, um die Strände vor Erosion zu schützen und die Artenvielfalt zu erhalten.
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1. Mahón: Inselhauptstadt mit englischen Akzenten
Maó ist der menorquinische Name der Stadt, die unter der fast 100-jährigen englischen Herrschaft 1722 zur Hauptstadt in heutiger Form wurde. Einmalig ist die Lage an einer fjordartigen Bucht, die mit 5,5 km Länge und 1,5 km Breite zu den größten Naturhäfen der Welt zählt. Von der englischen Epoche künden interessante Bauten wie Fort Malborough an der Einfahrt zur Bucht, aber auch die traditionsreiche Gin-Destillerie Xoriguer. Die maritime Betriebsamkeit, die malerische Altstadt hoch über dem Hafen sowie viele gute Restaurants und Bars sorgen für ein besonderes Flair.
2. Ciutadella: Die heimliche Hauptstadt
Steinzeitmenschen, Karthager, Römer, Mauren, Spanier – alle haben in der einstigen, heute nur noch „heimlichen“ Inselhauptstadt ihre Spuren hinterlassen. Auf einem Hügel über dem Hafen erhebt sich auf alten Festungsmauern das historische Rathaus. Durch verwinkelte Gassen gelangt man an barocken Adelspalästen vorbei zur gotischen Kathedrale und zur 250 Jahre alten Windmühle Moli des Comte. Am Stadtrand künden geheimnisvolle Megalith-Bauten und Höhlengräber von der Frühgeschichte Menorcas.
3. Von Kap zu Kap: Punta Nati, Punta Prima und Cavalleria
Vom Nordwestzipfel Punta Nati sind es nur 60 km Landstrecke bis zum Südostzipfel Punta Prima. In die Breite geht Menorca maximal 30 km. Dazwischen liegt flaches, hügeliges Land. Die höchste Erhebung, Monte Toro, bringt es auf gerade mal 358 Meter. Wer will, kann Menorca also an einem Tag erobern. Genussvoller sind langsame, mehrtägige Insel-Touren, zum Beispiel mit dem Rad: Durch Weinberge, Oliven- und Obsthaine geht es über verträumte weiße Dörfer und geheimnisvolle Megalith-Stätten zur Nordspitze Cavalleria. Auf einer 100 Meter hohen Klippe rund um einen Leuchtturm von 1857 bläst der Nordwind wie sonst nirgendwo auf den Balearen.
4. S’Albufera des Grau: Herz des Biosphärenreservats
Rund 100 Vogelarten, darunter Stockenten, Stelzenläufer, Kormorane und Graureiher, nisten oder überwintern in dem rund 2.000 Hektar großen Naturpark im Nordosten. Er besteht aus Marschland und einer Lagune, in der sich Süß- und Salzwasser mischen und die durch Dünen vom Meer getrennt ist. Holzbohlenwege und ein Besucherzentrum laden Erwachsene und Kinder dazu ein, dieses herrliche Stück Natur zu erkunden.
5. Fornells: Gaumenfreude im Fischerdorf
Der Hafenort mit schneeweißen Häusern, schaukelnden Booten und weniger als 1.000 Einwohnern liegt malerisch an einer 3 km langen Bucht. Er verzaubert mit einer authentischen Atmosphäre und ist für die Spezialität „caldereta de langosta“ (Eintopf mit Languste) bekannt. Besichtigen Sie den Wehrturm Torre de Fornells und lassen Sie die Seele am nahe gelegenen Traumstrand Cala Pregonda baumeln.
6. Camí de Cavalls: Küstenwanderung mit Badepause
Der „Pferdeweg“ ist 185 km lang und führt einmal rund um die Insel. Auf 20 Etappen geht es entweder zu Fuß oder hoch zu Pferd durch Olivenhaine, Steineichen- und Pinienwälder, über Felder und Weiden, vorbei an Klippen und versteckten Calas. Der perfekt ausgeschilderte Fernwanderweg GR 223 folgt jahrhundertealten Pfaden, auf denen man einst nach Piraten Ausschau hielt, woran zahlreiche alte Wehrtürme erinnern. Obwohl der reichliche Baumbestand im Sommer für wohltuenden Schatten sorgt, ist die beste Wanderzeit von April bis Juni sowie von September bis Anfang November.
7. Binibeca Vell: Mediterrane Fantasie
Auf den ersten Blick sieht es aus wie ein Fischerdorf aus dem Bilderbuch: weiße Häuser, Holzbalkone über dem Meer, enge Kopfsteinpflaster-Gassen. Tatsächlich ist das Labyrinth mit 165 Häusern südlich von Mahón eine architektonische Fantasie, verwirklicht in den 1970er Jahren vom einheimischen Architekten Pedro Luis Mercadal. Pure Magie oder Kitsch? Bilden Sie sich beim Bummel Ihre eigene Meinung.
Häufige Fragen rund um Menorca
Touristensteuer auf den Balearen: Auf den Balearen wird eine Touristensteuer erhoben. Diese soll dem Umweltschutz und der Nachhaltigkeit zugute kommen. Je nach Unterkunftskategorie beträgt die Steuer zwischen 1 € und 4 € pro Person/Nacht. Sie ist direkt vor Ort im Hotel zu bezahlen.
Alle Informationen zu den aktuellen Einreisebestimmungen finden Sie hier:
Die Insel, die gleichzeitig auch UNESCO-Biosphärenreservat ist, punktet vor allem mit Ihrer natürlichen Schönheit, da fast die Hälfte der Insel unter Naturschutz steht. Besucher erwarten zahlreiche unberührte und saubere Strände, meist in ruhigen und idyllischen Buchten.
Es gibt viele Gründe für einen Urlaub auf Menorca: das breite Angebot an familienfreundlichen Unterkünften, das spannende kulturelle Erbe, die authentische mediterrane Küche, gepaart mit charaktervollen Weinen, die man außerhalb der Insel schwer oder gar nicht findet.