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Der Limoncello – das Geheimnis hinter dem süß-fruchtigen Zitronenlikör

Limoncello Flaschen im Regal

Ein Besuch beim Italiener endet nach einer deftigen Pizza oder leckerer Pasta meist mit einer kleinen Spirituose, die den Magen schließen und zur Verdauung anregen soll. Wem Ramazzotti oder Grappa zu herb sind, der sollte zum fruchtigen Limoncello greifen.

Die leuchtend-gelbe Farbe des Likörs lässt schon beim Eingießen vermuten, dass hier die volle Kraft erntereifer Zitronen steckt, die bei sonnigem Wetter auf zahlreichen Feldern und Gärten Italiens prachtvoll wachsen. So findet man die süße Spezialität vor allem rund um Neapel an der Amalfiküste sowie auf der größten italienischen Insel Sizilien. Zahlreiche Einkaufsläden und Souvenirshops bieten den Limoncello in kleinen und großen Flaschen an. Der Italienurlaub kann also auch nach der Heimkehr noch ein kleines Stück weiter genossen werden.

Die Herstellung des Limoncello

Die Herstellung des Zitronenlikörs geschieht in mehreren Stufen: Die geernteten unbehandelten Zitronen werden zunächst heiß abgewaschen und dann von der Schale befreit. Diese wird zum Ansetzen des Limoncellos benötigt. Wichtig ist hierbei, dass keine weiße Haut zurückbleibt, denn sie würde den Likör bitter schmecken lassen.

Aufgeschnittene Zitrone


Im Anschluss werden die Schalen in einen großen Behälter gegeben und mit hochprozentigem Alkohol wie zum Beispiel Wodka aufgegossen, bevor das Gefäß zugedeckt wird und der Inhalt 1 bis 5 Wochen durchzieht. In dieser Zeit löst sich das Gelb der Zitronenschalen und wird vom Alkohol aufgenommen. Dadurch erhält der Limoncello seine charakteristische Farbe.

Nach diesem Vorgang wird Zucker in Wasser aufgekocht bis er vollständig aufgelöst ist. Die heiße Mischung sollte dann erst einmal abkühlen, bevor sie zu den Schalen und dem Alkohol gegeben wird. Nach einer weiteren Woche kann der Likör gefiltert und in kleine Flaschen gefüllt werden. Nach ausreichender Kühlung ist der Limoncello servierfertig.

Limoncello-Rezept: Wer das Rezept gern einmal zu Hause ausprobieren möchte, benötigt für eine 1,5 Liter Flasche 10 Bio Zitronen, ¾ Liter Wodka (oder einen anderen hochprozentigen klaren Alkohol), 500 Gramm Zucker und einen ¾ Liter Wasser.

Neben seiner Rolle als Abschluss eines herzhaften Essens wird der Zitronenlikör auch gern im Dessertbereich verwendet. Torten, Gelato oder andere süße Speisen werden gern mit dem Limoncello verfeinert, so zum Beispiel die ligurische Tiramisú al Limoncello, die besonders in den heißen Sommermonaten für eine kleine Erfrischung sorgt. Die süße Spirituose wird hierbei ersatzweise für den Kaffeelikör genutzt, um die Löffelbiscuits mit ausreichend Flüssigkeit zu versorgen.

Natürlich eignet sich der Likör auch wunderbar für Longdrinks. Gemischt mit Prosecco zum Beispiel erhält man einen Limoncello Spritz, der durch den etwas milderen Geschmack zum perfekten Sundowner nach einem Tag unter der italienischen Sonne wird.

Zitronen und Limoncello

Egal ob pur, gemischt oder zum Dessert – der Limoncello beweist sich als echter Allrounder. Wahrscheinlich ist genau das auch sein Geheimnis. Durch die vielfältigen Verwendungszwecke sollte wohl jeder sein passendes Rezept finden. Der Likör ist gleichermaßen besonders geschmackvoll als auch ein toller Vertreter der italienischen Lebensweise. Sobald man ein Gläschen zu sich nimmt, schmeckt man sofort die Sonne, la dolce vita und eine unvergleichbare Zeit in einem der schönsten Länder am Mittelmeer. Salute!

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Kategorie: Kulinarik & Genuss

von

Juliane M.

Juliane ist in der Reisewelt zu Hause und bringt ihre Urlaubserfahrungen gern zu Papier. Im Süden Europas hat die kleine italienische Insel Ischia ihr Herz erobert. Am liebsten plant sie eigene kleine Rundreisen, durch die man Land und Leute noch besser kennenlernen kann.

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