Alle Artikel in: Nachhaltigkeit

Mülltüte am Strand Portugal

Atlantic Beach Clean-Up Tour durch Spanien und Portugal, Station Nordportugal

Neue Etappe, neue Küste: Costa Nova. So heißt das Fischerörtchen bei Aveiro, das Eva Maria Pollmeier im neuen Abschnitt ihres Atlantic-Beach-Clean-up-Projekts ansteuert. Er führt sie nach ihrer Reise durch Spanien nun endlich nach Portugal und stellt sie gleich vor eine Frage: Kann der Strand eines so postkartentauglichen Ortes überhaupt schmutzig sein? Die rot-, grün- und himmelblau-weiß gestreifte Häuser wirken so, als hätte 70er-Jahre-Waschmittel-Werbeikone Frau Klementine ihr Gewand einmal bei 40 Grad blütenrein gewaschen. Allerdings hat der Anstrich der Strandhäuser auch eigentlich einen ganz anderen Sinn, als sie einfach nur adrett aussehen zu lassen. Ähnlich wie die kunterbunten Häuschen auf der Insel Burano bei Venedig, sollten die verschiedenen Farben es den Fischern erleichtern, vom Wasser aus, ihre Häuschen wiederzufinden. Denn als Anfang des 19. Jahrhunderts die Hafeneinfahrt Ria de Aveiro eröffnet wurde, gab es bereits einen bebauten Strandabschnitt: die Costa Jacinto. Der neue Strand Costa Nova sollte sich erkennbar von ihm abgrenzen. Auf dem Fischmarkt im kleinen Örtchen startet Eva zunächst noch eine Rettungsaktion für kleine Strandbewohner. Sie kauft ein Kilo Krebse für fünf Euro und …

Eva mit Bollerwagen voller Müll

Atlantic Beach Clean-Up Tour durch Spanien und Portugal, Station Asturien

Asturien ist schmutziger als das Baskenland. Diese Erkenntnis macht Eva Maria Pollmeier gerade bei der zweiten Etappe ihres Spanien- und Portugaltrips. Die Kölnerin reist mit einem kritischen Blick, denn sie hat eine Mission: Sie möchte die südeuropäischen Strände mit ihrer Atlantic-Beach-Clean-up-Aktion vom Plastikmüll befreien, um auf die Verschmutzung der Meere durch Kunststoff aufmerksam zu machen. Im asturischen San Juan de la Arena gibt es für die Aktivistin besonders viel zu tun. Am Strand findet sie tiefbraun angelaufene Plastikflaschen, die einmal weiß und mit Milch gefüllt waren, und eine riesige Tonne, die mittlerweile einer Muschelkolonie als Zuhause dient. Auch einen Plastikpuppenkopf hat das Meer irgendwann angespült. Nun steckt er in den Dünen fest. Eva schneidet ihn mit dem Messer aus dem harten Sand. Wind und Wellen haben schwarz gesprenkelten Schatten um die hohlen Augen hinterlassen. Auf dem Haupt thront eine wirre Mischung aus schwarzgekraustem Kunststoffhaar und kleinen Wurzelteilen der Dünenpflanzen, die sich darin verfangen haben. Der Puppenkopf wirkt wie ein Symbol für die anstehende Apokalypse, den drohenden Exitus des Lebens im Meer. Die Menschen haben ihn …

Eva und ihr Van

Atlantic Beach Clean-Up Tour durch Spanien und Portugal, Station Baskenland

Im vergangenen April haben wir in den OLIMAR Sonnenseiten bereits über die engagierte Kölnerin Eva Maria Pollmeier und ihre Beach Clean-Up Aktionen berichtet. In diesem Monat ist sie auf einen mehrwöchigen Roadtrip durch Spanien und Portugal aufgebrochen. Wir verfolgen ihre Tour und veröffentlichen an dieser Stelle immer wieder einige Updates. Heute: Eva Maria im Baskenland. Hondarribia, Baskenland. Der malerische Ort an der spanischen Küste ist Eva Maria Pollmeiers erste Anlaufstation bei ihrer zweiten Atlantic-Beach-Clean-up-Tour. Seit einigen Tagen ist die Kölner Aktivistin wieder mit ihrem grünen Van unterwegs, um die schönsten Strände in Spanien und Portugal zu entdecken – und ihre Mission zu verfolgen, diese von Plastikmüll zu befreien. Mit Bollerwagen, Zange und Müllbeutel bewaffnet, ist sie auf der Suche nach der Schönheit der Natur und ihrem Feind, dem Müll, der sich darauf angesammelt hat. Ihr Entdeckungstrip ist auch ein Statement, mit dem sie zugleich auf die Verschmutzung der Meere durch Plastik aufmerksam machen möchte. Sie weiß, dass sie dieses nicht verhindern kann. „Vor allem von Flüssen wird der Müll ins Meer geschwemmt“, schildert sie. „Der …

Strand Bibione

Urlaub in Bibione – Grün reisen unter der Sonne Italiens

Wenn La Dolce Vita ein Ort wäre, dann wäre es wohl Bibione. Der Ortsteil mit rund 3.000 Einwohnern gehört zur Stadt San Michele al Tagliamento in der Region Venetien an der Adriaküste von Italien. Gelegen zwischen der Mündung des Flusses Tagliamento und der Lagune Baseleghe bietet Bibione zahlreiche Bademöglichkeiten und zieht besonders in den Sommermonaten zahlreiche Gäste an, die an dem rund 10 Kilometer langen Sandstrand ausreichend Platz finden. Besondere Aufmerksamkeit erhält der Ort vor allem durch sein Nachhaltigkeitskonzept. So investiert die Region unter anderem in den Ausbau neuer Radwegenetze. Dafür wurde eigens die Fährverbindung namens X River geschaffen, die die beiden Ortschaften Lignano Sabbiadoro und Bibione über den Tagliamento verbindet. 10 Personen inklusive Fahrrad finden auf dem Boot Platz und können binnen weniger Minuten kostenlos von einem Küstenabschnitt zum anderen gelangen, um hier das insgesamt 240 Kilometer lange Radwegenetz zu erkunden. Auch wenn die Fahrt nur kurz ist, kann man sich dennoch über einen unbeschreiblichen Blick auf die endlos wirkende Küstenlandschaft freuen. Urlauber, die von Lignano Sabbiadoro starten, finden die Anlegestelle am nahe gelegenen …

Plastikmüll am Strand

Tolle Aktion gegen Plastikmüll am Strand: Atlantic Beach Clean-Up

Sie ist ein Strand-und-Meer-Junkie, Abenteurerin und Aktivistin. Wenn Eva Maria Pollmeier in den Urlaub startet, dann mit ihrem grünen Opel Movano– und einigen eher ungewöhnlichen Reiseutensilien im Gepäck: Zangen, Kunststoffhandschuhe und ziemlich viele leere Beutel. Denn die Kölnerin verfolgt mit ihren Reisen nach Südeuropa eine Mission. Sie möchte die Strände von Plastikmüll befreien. Im vergangenen Jahr hat sie von ihrem Job als Coach eine Auszeit genommen, fünf Monate lang an italienischen, spanischen, portugiesischen und französischen Stränden mit ihrem Bus gecampt und aufgeräumt. Nun steht sie wieder in den Startlöchern. Dieses Mal hat peilt sie Portugal an, um Sand und Sonne zu genießen, Land und Leute kennen zu lernen und Müll zu sammeln. „Ich möchte von Porto aus in Richtung Nordspanien fahren“, erzählt sie, „einfach, weil ich die Region noch nicht kenne – und weil es dort bestimmt auch schmutzige Strände gibt“ Ihre ausgefallenen Aktiv- und Abenteuertrips haben sich für sie fast selbstverständlich ergeben. „Ich liebe das Meer und bin so oft wie möglich dort“, erzählt die 40jährige. „Allerdings kann ich mich nicht daran erinnern, dass …

Sonnenblumen Feld

Green Travelling: 5 Tipps für nachhaltiges Reisen

Wir alle möchten die schönsten Ecken unseres Planeten entdecken und bereisen. Wir alle tragen aber auch dazu bei, dass unsere Erde auch für die kommenden Generationen erhalten bleibt. Klimaschutz und Reisen – kann das überhaupt zusammenpassen? Nachfolgend einige Beispiele und Tipps, wie ein nachhaltiges Reisen relativ leicht möglich ist. 1. Bewusst abreisen Nachhaltig reisen fängt noch vor der Abreise an. Gehen Sie noch einmal in sich, bevor Sie Ihr Zuhause verlassen. Vergessen Sie nicht, die auf Standby geschalteten Geräte vollständig auszuschalten bzw. einfach überall den Stecker zu ziehen. Auch die Heizung sollte abgedreht sein. Der Kühlschrank und die Gefriertruhe müssen in der Regel angeschaltet bleiben. Oder wäre der mehrwöchige Urlaub eine gute Möglichkeit zum Abtauen? 2. Transportmittel abwägen Muss es wirklich das Flugzeug sein? Auf vielen europäischen Strecken dauert eine Reise mit dem Zug kaum länger, wenn man die Zeit am Flughafen, die man bei der Sicherheitskontrolle und dem Einchecken des Gepäcks benötigt, mitrechnet. Außerdem kommt man bei der Reise mit dem Zug direkt im Zentrum der Stadt an und spart somit ein teures Taxi …

Olivenzweig Toskana

Nachhaltig reisen in der Toskana

Abstand zum Alltag gewinnen, die Sinne mit neuen Eindrücken verwöhnen, Energie tanken. Kaum etwas hilft uns dabei so, wie eine Reise – egal ob in die Ferne oder an spannende Orte unweit der eigenen Haustür. Noch wohltuender wird der Urlaub wohl, wenn wir die Tage oder Wochen mit grünem Gewissen verbringen können. Dabei geht es nicht darum, die Reise vollkommen umweltfreundlich zu planen. Schon kleine Bestandteile haben eine große Wirkung und schonen Klima und Umwelt. Ökosiegel zur Kennzeichnung nachhaltiger Urlaubsanbieter Europaweit gibt es mittlerweile mehr als 50 Ökosiegel und Umweltzertifikate für Hotels, Campingplätze, Ferienhäuser und Restaurants, aber auch für Strände und Urlaubsorte. Die Zertifikate geben umweltbewussten Touristen Orientierung und helfen bei der Reiseplanung. Ökologische Tourismusbetriebe erkennen Sie an der Kennzeichnung der Blauen Schwalbe. Umweltverträglichen Produkten und Dienstleistungen wird das EU Ecolabel als Gütesiegel vergeben. So kann ein nachhaltiger Urlaub in der Toskana aussehen Einen auf Nachhaltigkeit fokussierten Urlaub kann man in einer der beliebtesten italienischen Ferienregionen, der Toskana, verleben. Unterkünfte, die meist verbunden mit Ökotourismus sind, sind Agriturismen. Hierbei handelt es sich um charmant umgebaute …

Sonnenblume Sonnenschein Nachhaltig Reisen

Nachhaltigkeitsarbeit bei OLIMAR: Ein weiterer Schritt nach vorn

Seit unserer Zertifizierung für Nachhaltigkeit und Unternehmensverantwortung durch TourCert arbeiten wir täglich daran, unsere Ziele im nachhaltigen Tourismus zu erreichen. Unser Verbesserungsprogramm sieht vor, dass wir Schritt für Schritt mehrere Maßnahmen für interne und externe Bereiche umsetzen, um gemeinsam einen wertvollen Beitrag zu leisten – sozial, politisch und ökologisch. Unsere Kunden können sich darauf verlassen, dass wir jeden touristischen Partner auf Nachhaltigkeitskriterien überprüfen. Wir arbeiten zurzeit an verschiedenen Methoden, um unsere Kunden und Partner besser erreichen und sensibilisieren zu können. So berichten wir beispielsweise in unseren Partner-Newslettern über unsere Motivation und gemeinsamen Projekte. Auf der Seite olimar.de/Nachhaltigkeit haben zudem alle die Möglichkeit, sich über unseren aktuellen Nachhaltigkeitsbericht sowie verschiedene Maßnahmen zu informieren. In gezielten Befragungen der Hotels werden auch ökologische Aspekte erhoben. Nutzt die Unterkunft z. B. eigenerzeugten Strom oder Ökostrom aus regenerativen Energiequellen? Oder wurden zur Reduzierung des Abfallaufkommens nachfüllbare Seifen- und Shampoo-Behälter in den Hotelzimmern montiert? Die Teilnahme gibt unseren Partnern die Chance, eigene Stärken und Schwächen zu bewerten und ihr eigenes Nachhaltigkeitsmanagement zu optimieren. Gleichzeitig möchten wir die die Zusammenarbeit mit nachhaltig …

Touristensteuer auf Mallorca

Nun ist es offiziell: Touristensteuer auf Mallorca

Nach monatelangem Hin- und Her ist es nun beschlossene Sache: Für Aufenthalte ab dem 01.05.2018 wird auf den Balearen eine höhere Touristensteuer erhoben. Diese soll dem Umweltschutz und der Nachhaltigkeit zugute kommen. Konkret bedeutet dies für unsere Gäste auf Mallorca und Ibiza: Die „Ecotasa“ (Ökosteuer) wird nicht in den Reisepreis hineingerechnet, sondern von den Übernachtungsgästen direkt vor Ort im Hotel bezahlt. Die Höhe bemisst sich nach der Kategorie der Unterkunft wie folgt pro Person und Nacht: 5-Sterne-Hotels: 4,40 € 4-Sterne-Hotels: 3,30 € 3-Sterne-Hotels: 2,20 € Landhotels und Fincas: 2,20 € Appartements und Ferienhäuser: 2,20 € bis 4,40 € je nach Kategorie Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre sind von dieser Steuer ausgenommen. In der Nebensaison, genauer zwischen dem 01.11.2016-30.04.2017, gelten 75% Rabatt auf alle Sätze. In sämtlichen Hotel-Informationen aus dem OLIMAR Balearen-Programm ist die neue Steuer ab sofort als Hinweistext deutlich ausgewiesen. Dies ist dann übrigens bereits der zweite Versuch der Einführung einer Touristensteuer auf Mallorca und den Nachbarinseln. Bereits im Jahr 2001 gab es konkrete Besteuerungspläne der Balearen-Regierung. Gegen diese wurde jedoch von der …

Bäume im Sonnenschein nachhaltig Urlaub machen

Nachhaltigkeit bei OLIMAR – Wir werden noch grüner

Anfang März 2016 hat OLIMAR das Zertifikat für Nachhaltigkeit und  Unternehmensverantwortung im Tourismus erhalten. Mit der Zertifizierung durch TourCert möchten wir aktiv einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung im Tourismus leisten und noch stärker soziale und ökologische Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitern, Kunden, Menschen in den Zielgebieten und unseren touristischen Partnern übernehmen. Nachhaltigkeit im Tourismus – was genau steckt eigentlich dahinter? Das stetig wachsende, weltweite Reiseaufkommen in den vergangenen Jahren führte verstärkt zu Beeinträchtigungen bei den „Kernelementen des touristischen Angebotes“: bei der Natur und der Landschaft unserer Urlaubsländer. Neben dem hohen CO₂-Ausstoß durch Flugreisen, welche den Treibhauseffekt weiter voranschreiten lässt, werden durch den unkontrollierten  Massentourismus zudem auch die Müll- und Abwasserentsorgungen verstärkt belastet. Auch negative Folgen in den sozialen Bereichen bleiben nicht aus. So häufen sich in den Reiseländern leider auch Fälle von finanzieller und sexueller Ausbeutung. Um all diesen negativen Folgen entgegen zu wirken entstand bereits in den 70er Jahren die erste Idee des „Sanften Tourismus“ heute auch als „Nachhaltiger Tourismus“ bekannt. Im Laufe der Jahre und Jahrzehnte erhielt dieses Thema einen immer höheren Stellenwert. Mehr …