Alle Artikel in: Reisethemen

Azul Spielstand

Ausgezeichnetes Brettspiel „Azul“: Rund um die berühmte portugiesische Schmuckfliese

Durch eine kurze Zeitungsnotiz wurde ich im Sommer auf das neu ausgezeichnete Spiel des Jahres 2018 aufmerksam: Azul. Als Portugal-affiner Mensch hat mich dieser Titel neugierig gemacht. Hat das Spiel vielleicht etwas zu tun mit den in Portugal allgegenwärtigen Keramikfliesen, den Azulejos? Tatsächlich las ich in der Kurzbeschreibung des Brettspiels: „Azul lädt dich dazu ein, die Wände des königlichen Palastes in Évora mit prunkvollen Fliesen zu verzieren“. Was für ein schönes Thema für ein Gesellschaftsspiel – und derart passend für einen Portugal-Reiseanbieter, dass uns die für den Spielvertrieb zuständige Pegasus Spiele GmbH freundlicherweise ein Exemplar zum Testen (und eines zum Verlosen auf unserer OLIMAR Facebookseite) zur Verfügung gestellt hat. Der erste Eindruck des Spiels ist schon einmal sehr ansprechend und hochwertig. Der Karton ist mit bunten Azulejo-Grafiken und einem schmuckvollen Schriftzug versehen. Im Kartoninneren entdecke ich neben einer grafisch ebenfalls gelungen aufbereiteten Spieleanleitung und vier bunten Spielfeld-Tafeln einen schönen, mit blau-weißen Azulejos bedruckten Leinenbeutel, in dem die Spielsteine aufbewahrt werden.   Um genau diese 100 kleinen, kunterbunt verzierten Kunstharz-Azulejos dreht sich das Gesellschaftsspiel. Ziel des …

Wasserpark Rutsche Detail

Algarve Wasserparks: Nasses Vergnügen abseits vom Strand

Wer denkt, bei einer Reise an die Algarve finden Wasserratten „nur“ grandiose Strände und mächtige Atlantikwellen, der ist auf dem Holzweg. Die Südküste Portugals ist bekannt für ihre riesigen Wasserparks, die für gehörig Spaß und Adrenalin sorgen. Gerade Familien finden hier willkommene Abwechslung, sollte der Nachwuchs im Algarve-Urlaub einmal mehr als Strand wollen… Im Sommer kann schon mal Andrang herrschen, dafür bieten die Parques Aquáticos aber auch genügend Attraktionen, um locker einen ganzen Urlaubstag hier zu verbringen. Wir stellen Ihnen die größten Algarve Wasserparks vor:   Slide & Splash Wasser Park, Lagoa Ganz oben auf der Bekanntheits- und Beliebtheitsliste steht der Slide & Splash Wasser Park in Lagoa, einer der größten Aquaparks Europas, der schon seit über 30 Jahren für Spaß sorgt. „Tornado“, „Kamikaze“ und die neue Attraktion „The Big Wave“ – die Namen der Rutschen weisen schon wenig zweideutig darauf hin, um welches Kaliber es sich handelt. Aber auch harmlosere Varianten für die jüngeren (und nicht ganz so wagemutigen!) Besucher sind vorhanden. Dazu gesellen sich Kleinkinderrutschen, Whirlpool, der Lagunenbereich und Liegewiesen sowie Reptilien- und …

Lagos Kirche und Springbrunnen

Ein Tag in … Lagos!

Völlig zu Recht wird Lagos gerne auch die „heimliche Hauptstadt der Algarve“ genannt und ein Besuch sollte keinesfalls fehlen, auch wenn Sie nicht direkt in Lagos Urlaub machen. Das hübsche Städtchen hat von allem etwas zu bieten: einen schönen Hafen, eine lange Geschichte, viel Lokalkolorit in schmalen Gassen, Restaurants für jeden Geschmack, genügend Bars und Ausgehmöglichkeit, um die Nacht zum Tage zu machen und ringsum eben jene bezaubernde Strandkulisse, für die die Algarve so berühmt ist… 09.00 Uhr Starten Sie Ihren Tag in Lagos mit einem Besuch der Markthallen an der Uferstraße Avenida dos Descobrimentos. Jeden Werktag bis 14 Uhr werden hier fangfrischer Fisch und Meeresfrüchte angeboten, die zahlreichen Restaurants der Hafenstadt decken sich für den Abend ein. Mit Sicherheit sehen Sie hier auch „percebes“, jene merkwürdig anmutenden Entenfußmuscheln, die in wagemutigen Aktionen von den steilen Felswänden der Westküste geerntet werden und als regionale Delikatesse auf dem Teller landen. Im Obergeschoss der Markthalle ist der Obst- und Gemüsemarkt zu finden. Fast jeder Stand verkauft auch Piri-Piri, jene scharfen Chilischoten, die u.a. für die algarvische Spezialität …

Nordsardinien Küste

Die Gallura in Nordsardinien – Karibische Strände, bizarre Felsen und wildes Hinterland

Nordsardinien ist mehr als die Costa Smeralda. Westlich der Nobelküste schmiegen sich kleine aber feine Sandbuchten in die felsige Küstenlandschaft während sich das Hinterland mit Korkeichen, uralten Olivenbäumen, schroffen Gebirgszügen und Zeugnissen einer jahrtausendealten Kultur wild und urwüchsig präsentiert. Ein guter Ausgangspunkt für Erkundungen in der Region Gallura im Norden von Sardinien ist das Küstenstädtchen Palau mit dem berühmten Bärenkapp. Wer ihn einmal gesehen hat, den lässt er nicht mehr los. Erhaben thront der „Bär“ auf dem Felsplateau Capo d’Orso und bewacht die Küste von Nordsardinien. Von Palau und dem gegenüberliegenden La-Maddalena-Archipel im Westen bis nach Korsika im Norden und zum Golf von Arzachena im Osten hat der Koloss aus Granit alles im Blick. Neben dem über Millionen Jahren von Wind und Wasser modellierten Felsen fühlt man sich recht unbedeutend, was der grandiose Panoramablick allerdings schnell vergessen macht. Das Bärenkapp ist nur einer von vielen Wow-Momenten in der Region Gallura, wenn auch der beeindruckendste. Gerade für Insel-Neulinge birgt Nordsardinien zwischen touristisch geprägten Küstenorten, abenteuerlichen Felsformationen, charmanten Bergstädtchen und einsamen Landstrichen Sucht-Potenzial. Weit fahren muss man …

Altstadt Ponta Delgada

Ein Tag in … Ponta Delgada!

Die Azoren sind wohl einer der letzten Geheimtipps in Europa. Weit draußen im Atlantik, 1369 Kilometer vom portugiesischen Festland entfernt, locken die neun Inseln vor allem Wanderfreunde und Naturliebhaber auf den Archipel. Wer neben der Abgeschiedenheit und Ruhe Lust auf städtischen Trubel hat, wird ebenfalls fündig. In der quirlig-bunten Hafenstadt Ponta Delgada, auf der Hauptinsel der Azoren, São Miguel. Das einstige Fischerdorf ist, mit seinen heute 69.000 Einwohnern, mittlerweile zur Metropole der Azoren herangewachsen. 09.00 Uhr Erst einmal treiben lassen. Es gibt doch kaum etwas Schöneres, als sich zunächst mit Ruhe einen Überblick zu verschaffen, wenn man in einer unbekannten Stadt ankommt. Nach einem schnellen Frühstück in meiner Unterkunft starte ich den Tag an den Portas do Mar. Die „Türen zum Meer“ bilden einen keilförmigen Kai und trennen die beiden Teile des Yachthafens, Marina Nascente und Marina Poente, voneinander. Schiffe gucken und die Promenade entlang flanieren, bis ich, vorbei an dem Stadttor Portas da Cidade und der Kirche Igreja Matriz de São Sebastião, in die Altstadt spaziere. Die Igreja Matriz ist die Hauptkirche Ponta Delgadas …

Gingko-Allee Terra Nostra Park

Ein Besuch im Terra Nostra Park auf São Miguel

Das Furnas-Tal liegt im Osten von São Miguel, der größten Insel der Azoren, eingebettet in einen riesigen Krater eines Vulkans, der im Jahr 1630 seinen letzten Ausbruch hatte. Dutzende Heilquellen sprudeln in dem üppig-grünen Kurort. Eine davon speist einen großen Badesee, das Herzstück im Terra Nostra Park. Von den ersten Siedlern kaum beachtet, erlangte Furnas erst Ende des 18. Jahrhundert an Beliebtheit, als das Mineralwasser zur Behandlung von Krankheiten wie z. B. Rheuma verwendet wurde. Die Gründung des Gartens geht auf das Jahr 1775 zurück. Thomas Hickling, ein reicher Händler aus Boston und zugleich Honorarkonsul der Vereinigten Staaten auf São Miguel, errichtete hier seine Sommerresidenz, bekannt als Yankee Hall. Tropisches Pflanzenparadies Terra Nostra            Laut Condé-Nast-Verlag zählt der Terra Nostra Park zu einem der schönsten Parks der Welt. Die Kraterwände halten den Wind ab und sorgen für eine beständig hohe Luftfeuchtigkeit. Das besondere Mikroklima führt zu einer vielfältigen und bunten Pflanzenmischung und macht die 12,5 Hektar große Parkanlage einzigartig. Mit seinem teilweise über 100 Jahre alten Baumbestand, der weltweit größten Sammlung von Kamelien, den Teichen, verschlungenen …

AVE Schnellzug Andalusien

Andalusien mit dem Zug: Bahnreisen zwischen Málaga, Córdoba und Sevilla

Andalusien mit dem Zug erkunden? Dass dies zwischen den großen Metropolen ganz komfortabel funktioniert, ist den wenigsten bekannt. Aus diesem Grund hat OLIMAR eine neue Rundreise per Bahn aufgelegt, bei der man ganz entspannt ins Zentrum von Málaga, Córdoba und Sevilla reist und die kulturellen Höhepunkte dieser eindrucksvollen Städte erlebt. „AVE – Alta Velocidad Española“: Das ist die Abkürzung für die spanischen Hochgeschwindigkeitszüge. Das Land hat das beste Streckennetz Europas, in Andalusien sind die faszinierenden Städte Málaga, Córdoba und Sevilla angeschlossen. Ende 2018 sollen die ersten AVE-Züge auch von Málaga nach Granada rollen. Die Züge sind modern, gepflegt und pünktlich. Da auf den EU-genormten Schienen keine langsameren S-Bahnen oder Regionalzüge fahren, hat der AVE immer freie Fahrt. Das Gepäck und auch die Passagiere werden vor dem Betreten des Bahnsteigs stets kontrolliert, allerdings geht dies viel schneller als beim Fliegen. Es genügt, wenn man etwa 15-20 Minuten vor Abfahrt am Bahnhof ist. Auf dem Fahrticket ist auch automatisch die Wagennummer und der Sitzplatz vermerkt, so dass kein Fahrgast stehen muss. Startpunkt Málaga: Picasso, Alcazaba und das …

Blick auf Bucht von Palermo

Palermo – Italiens Kulturhauptstadt 2018

Palermo, die Hauptstadt von Sizilien, ist seit jeher ein wahrer Schrein der Kultur. Das wissen all diejenigen, die staunend vor den goldenen Mosaiken des Normannenpalastes gestanden haben, den arabisch-normannischen Stil des Palazzo della Cuba bewundert haben oder sich über das wilde Herausbrechen von Mosaiksteinen im Kreuzgang von Monreale durch Touristen geärgert haben. Palermo ist nicht die Hauptstadt der Mafia sondern eine der Hauptstädte einer mühsam erkämpften Legalität und des Kampfes gegen mafiöse Machenschaften. Der italienische Stiefel reagiert nicht nur positiv auf die Ernennung der sizilianischen Metropole zur nationalen Kulturhauptstadt – es sei zu einfach für eine Stadt mit solch einem kulturellen Überfluss im Gepäck. Aber ist es denn jetzt gerade nicht mehr denn je wichtig, eben solche Orte hervorzuheben an denen sich Kulturen gekreuzt und wunderschöne Spuren hinterlassen haben, die sich heute feindselig gegenüberstehen? Wo man bis vor 30 Jahren noch alte Straßenschilder mit arabischen Schriftzügen lesen konnte, aber vor allem, wo sich die Bewohner täglich erfolgreich gegen eine Fremdbestimmung aus der Dunkelheit wehren. Und gerade trotz dieses weltberühmten kulturellen Erbes haben die Palermitaner noch …

Fadosänger Miguel Camoes

Interview mit dem Fado-Sänger Miguel Camões Martins

Miguel Camões Martins gehört zu den aufstrebenden, jungen Fado-Sängern in Portugal. Der Musiker Alexander Wilken traf den Alentejaner auf seinem Portugal Roadtrip im Lissaboner Fado-Restaurant „Caldo Verde“. Im Interview erzählt Martins, wie seine Fado-Songs entstehen und welche weniger touristisch geprägten Fado-Lokale er in Lissabon empfehlen kann. Alexander Wilken: Wenn man Dich auf der Bühne sieht kann man Deine Leidenschaft für den Fado deutlich sehen und hören. Wolltest Du schon immer Musiker werden? Miguel: Ich begann früh mit einer Theaterausbildung, lernte klassische Gitarre und fing schon mit 16 Jahren an, Fado zu singen. Meine Großeltern waren selbst Fadomusiker und haben mich stets ermutigt. Alexander Wilken: Wie entstehen Deine Fado-Lieder? Miguel: Üblicherweise singe ich Briefe und Gedichte, die von Poeten für Fado-Sänger oder speziell für mich geschrieben wurden. Man kann auf die Musik der alten Meister verschiedene Fado-Texte singen. Alexander Wilken: In welcher Formation trittst Du auf? Miguel: Je nach Engagement in Dreier-Besetzungen und bei großen Konzerten mit meiner Band. In dieser spielen neben mir als Sänger ein Bassist, ein Gitarrist und ein Perkussionist. Wir treten dann …

Osterprozession Apulien

Ostern in Apulien – Mystik, Spektakel und wahre Verehrung

Rückbesinnung auf alte Traditionen und Spiritualität sind gerade zur Osterzeit wieder groß im Kommen. Wer dafür offen ist sollte über die Osterfeiertage unbedingt einmal eine Reise nach Apulien, an den „Stiefelabsatz Italiens“, einplanen. Doch anstelle der grossen Städte und Tourismusmagneten wie das barocke Lecce oder Alberobello mit seinen UNESCO-geschützten weissen Trullis  bieten sich zahlreiche kleine Orte zu einer solchen Erfahrung an, deren Namen dem breiten Publikum gar nicht bekannt sind. Wie zum Beispiel Ginosa in der Provinz von Taranto und gleich an der Grenze zur Basilicata gelegen. Der winzige Ort auf 240 Metern über dem Meer ist nur wenigen Eingeweihten wegen seiner „gravine“ bekannt, den canyonartigen waldbedeckten Einschnitten im Erdboden, die bis zu 200 Metern tief sein können. In diesem wilden Teil Apuliens, der sich bisher allen Einflüssen des modernen Lebens entziehen konnte findet, am Freitag und Samstag vor Ostern eine der beeindruckendsten Osterprozessionen Süditaliens statt. Im nur von Fackeln erleuchteten Stadtkern, mit einheimischen Darstellern in traditionellen Kostümen, Erzählern und Musikanten, unter Gesängen der schwarzgekleideten „pie donne“ – der frommen Frauen – und mit den …