Alle Artikel mit dem Schlagwort: Piemonte

Chiesa di San Michele Arcangelo

Neue Wege im Piemont

Um ehrlich zu sein, hatte eine Reise in die norditalienische Region Piemont bisher hauptsächlich zwei Themen im Programm: Wein und Essen, wenn möglich mit weißen Trüffeln aus Alba. Der Trend zur Bewegung an der guten Luft hat das Wandern und E-biken in den piemontesischen Hügeln jetzt noch dazu kombiniert. Kulturelle Highlights erwartete man – außer in der Hauptstadt Turin – eigentlich nicht so richtig.Das sollte sich bald ändern denn das was gerade in der Provinz von Cuneo «aufgetischt» wird ist ein ganz besonderer Leckerbissen für Kulturfans, nämlich ein Weg durch die lokalen Wandmalereien aus dem 10. – 18. Jahrhundert. Das Projekt nennt sich «Sentiero dei Frescanti» und es sind acht Gemeinden des Roero Gebietes daran beteiligt, die man eigentlich eher von den Etiketten der Weinflaschen kennt, darunter Castellinaldo d’Alba, Guarene oder Santa Vittoria d’Alba. Dieses Mal geht es aber nicht um Wein oder Spezialitäten, sondern um unbekannte Wandmalereien, die in aufwändiger Arbeit restauriert wurden, um sie dem breiten Publikum zugänglich zu machen. Versteckte Kunstjuwele Da diese Gegend schon immer eine Grenzregion zu den Kulturen nördlich …

Monteriggioni Rundreise Italien

Die Frankenstrasse in Italien – Auf den Spuren des Erzbischofs Sigerich

Die südeuropäischen Länder besinnen sich auf ihre Pilgerwege, Spaniens Jakobsweg ist ein touristisches Phänomen geworden, auch in Portugal wird der Weg nach Santiago, von Porto oder Lissabon aus, immer bekannter. Mit der Via Francigena – auch Frankenstraße genannt – steht Italien dem in nichts nach. Die Frankenstraße ist der Pilgerweg des Erzbischofs Sigerich, der auf seiner Reise von Canterbury nach Rom im Jahre 990 ein illustriertes Reisetagebuch führte, das es erlaubte diesen über 1000 km langen Weg zu rekonstruieren. Ab dem grossen San Bernardo schliesst er die von England kommende Frankenstrasse an Rom an und erfreut sich bei den Einheimischen inzwischen seit vielen Jahren grosser Beliebtheit. Seine Etappen bieten eine fast schwindelerregende landschaftliche und kulturelle Vielfalt, längs des Stiefels von den schneebedeckten Gipfeln der Alpen durch die Ebenen Norditaliens und die Hügellandschaften Mittelitaliens. Eine nationale Francigena-Gesellschaft mit Sitz in Piacenza sorgt mit detaillierten Informationen dafür, dass man eine Tour auf einem oder mehreren Abschnitten bestens im Voraus planen kann, und das nicht nur zu Fuss sondern auch mit dem Fahrrad. Wenn man es ernst mit …