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Ein Besuch im Terra Nostra Park auf São Miguel

Gingko-Allee Terra Nostra Park

Das Furnas-Tal liegt im Osten von São Miguel, der größten Insel der Azoren. Eingebettet in einen riesigen Krater eines Vulkans, der im Jahr 1630 seinen letzten Ausbruch hatte. Dutzende Heilquellen sprudeln in dem üppig-grünen Kurort. Eine davon speist einen großen Badesee, das Herzstück im Terra Nostra Park.

Von den ersten Siedlern kaum beachtet, erlangte Furnas erst Ende des 18. Jahrhundert an Beliebtheit, als das Mineralwasser zur Behandlung von Krankheiten wie z. B. Rheuma verwendet wurde. Die Gründung des Gartens geht auf das Jahr 1775 zurück. Thomas Hickling, ein reicher Händler aus Boston und zugleich Honorarkonsul der Vereinigten Staaten auf São Miguel, errichtete hier seine Sommerresidenz, bekannt als Yankee Hall.

Tropisches Pflanzenparadies Terra Nostra           

Laut Condé-Nast-Verlag zählt der Terra Nostra Park zu einem der schönsten Parks der Welt. Die Kraterwände halten den Wind ab und sorgen für eine beständig hohe Luftfeuchtigkeit. Das besondere Mikroklima führt zu einer vielfältigen und bunten Pflanzenmischung und macht die 12,5 Hektar große Parkanlage einzigartig. Mit seinem teilweise über 100 Jahre alten Baumbestand, der weltweit größten Sammlung von Kamelien, den Teichen, verschlungenen Wegen oder der wunderschönen Gingko-Allee gehört der Terra Nostra Park zum absoluten Highlight während des Urlaubes auf der Azoren-Insel São Miguel!

Baden im Terra Nostra Park

Mittelpunkt des Parks ist das Thermalbecken mit seinem natürlich braunen Wasser. Das Baden in dem 38 Grad warmen, eisenhaltigen Nass ist das pure Vergnügen. Und besonders erholsam ist das Wasser, nach einer Wanderung in der umliegenden Natur. Allerdings färbt das Wasser ab und es ist daher sinnvoll, sich bei einem Besuch im Terra Nostra Park mit Badesachen und Handtüchern in dunklen Farben zu wappnen.

Thermalsee im Terra Nostra Park

Für Besuchende öffnet der Park täglich von 10 bis 18 Uhr und kostet 8 Euro Eintritt pro Person. Gruppen erhalten eine Ermäßigung. Vom Flughafen in Ponta Delgada beträgt die Fahrtzeit zum Terra Nostra Park etwa eine Stunde. Wobei Du sowohl die Route entlang der Südküste, als auch die entlang der Nordküste nehmen kannst. Wenn Du die Südküste wählen, folgst Du der Beschilderung nach Vila Franca do Campo, Furnas und Povoação. Nimmst Du die Nordküste, hältst Du Dich in Richtung Ribeira Grande, Povoação und Nordeste. Lies dazu auch den Sonnenseiten-Artikel „Die Ostküste von São Miguel per Mietwagen“. Der Park verfügt über keine Parkplätze. In den umliegenden Straßen der Stadt Furnas gibt es allerdings ausreichend Möglichkeiten, zum Abstellen des Autos.

Heiße Quellen und Cozido in Furnas

Unbedingt verbinden solltest Du mit einem Besuch im Park in Furnas, auch die Besichtigung der heißen Quellen und Fumarolen direkt am See von Furnas. Dort kannst Du zur Mittagszeit außerdem einen „Cozido“ genießen – einen in der heißen, vulkanischen Erde gegarten Eintopf aus Wurst, Gemüse und Kartoffeln. Dieser gilt als absolute Spezialität São Miguels.

Diese Kombination von Terra Nostra Park und heißen Quellen sowie zusätzlich dem Besuch der berühmten Teeplantage Chá Gorreana und den “Caldeiras” können Sie übrigens auch bequem als Ganztagsausflug ab Ponta Delgada zu Ihrer OLIMAR Reise hinzubuchen.

 

Empfehlung: Übernachten im Hotel inmitten des Terra Nostra Park

Das aus einem alten und neuen Gebäudetrakt bestehende Terra Nostra Garden Hotel **** liegt unmittelbar im gleichnamigen Park und wurde vor einigen Jahren sehr aufwändig renoviert. Seitdem präsentieren sich alle Interieurs, in Anlehnung an den Geist des Art Déco mit zeitgemäß-modernem Touch. Eine Woche bereits ab 574 € p. P. im Doppelzimmer mit Frühstück.

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Sarah Waltinger ist gebürtige Mainzerin und schwärmt – mit großer Leidenschaft – von dort aus, die Welt zu entdecken. Auf ihrem Blog itchyfeet-travel.de erzählt sie Geschichten von unterwegs und von den Menschen, die ihr begegnen. Am liebsten reist sie nach Italien, über 30 Mal war sie schon dort. Das Dolce Vita und die Küste der Toskana zieht sie fast jedes Jahr hin. Und wenn die Sehnsucht nach dem Meer doch wieder zur groß ist, tut es die Nähe zum Rhein zum Glück auch meist.

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