Kunst & Kultur
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Die Top Five der italienischen Filmdrehorte

Matera bei Nacht

Es sind Osterferien und aufgrund der Corona-Pandemie herrscht Ausgehverbot. Nach Kochen, Backen, Essen, Gymnastik, Hausmusik, Gesellschaftsspielen, Tutorials usw. kommt unweigerlich der Abend. Und was nun?

Warum nicht zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen? Man schaut sich einen schönen Film an und kann nebenher auch gleich noch die lang ersehnte Reise nach Italien planen.

Wir helfen Ihnen gerne dabei und präsentieren Ihnen hier schon mal die „top five“ der italienischen Filmkulissen unseres OLIMAR Italien Teams. Dabei sind alte, mittelalte und auch neuere Filme. Natürlich sind das unsere persönlichen Vorschläge, vielleicht haben Sie andere? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare!

Und los geht’s:

Platz 1 von Viorica und sehr passend zu Ostern: 

„Die Passion Christi“ (Mel Gibson, 2004)

Einer der erfolgreichsten religiösen Filme aller Zeiten ist auch der am meisten diskutierte, da sehr gewalttätige und erschreckende Szenen zu sehen sind. Dafür ist der Film aber auch sehr realistisch, sicher sollten sie kleine Kinder nicht unbedingt mitschauen lassen. Gedreht wurde in Matera, der Hauptstadt der Basilikata, Italiens Schatzkiste aus Stein auf Seite 110 in unserem Rund- und Erlebnisreisekatalog und europäische Kulturhauptstadt 2018. Der archaische und mystische Charakter dieser Stadt wird in vielen Gassen, die von unzähligen Treppen verbunden werden, noch lebendig. Kein Bilderbuchitalien mit Strand, Hügeln und mediterraner Vegetation, sondern ein raues Klima, atemberaubende zerklüftete Schluchten und beeindruckende frühchristliche Malereien und Mosaiken in den Höhlenkirchen. Ein absolutes Traumziel für Kenner, die das Klischee gerne meiden.

Blick auf Matera

Platz 2 von Michaela:

„Der Postmann“ (Michael Radford, 1994)

Michaela lebt auf Sizilien, daher hat sie sich diese Inselidylle auf der Liparischen Insel Salina ausgesucht. Die Geschichte der Freundschaft zwischen dem Schriftsteller Pablo Neruda und dem einfachen Briefträger Mario in den 1950er Jahren ist eine Hymne an das beschauliche italienische Inselleben, vor allem durch das Tonband, mit dem Mario mit Geräuschen die Schönheit seiner Heimat beschreibt. Gedreht wurde nicht nur auf der grünsten und elegantesten der Äolischen Inseln, die für ihren Malvasia Wein und die Kapern bekannt ist, sondern auch auf Procida im Golf von Neapel. Procida ist 2020 neu in unserem OLIMAR Programm. Jetzt haben Sie die Qual der Wahl sich eine der beiden Inseln auszusuchen, oder Sie besuchen alle beide, von Neapel kann man mit der Fähre direkt nach Salina überfahren.

Hafen auf Salina

Platz 3 von Sara:

„La Dolce Vita“ (Federico Fellini, 1960)

Sara lebt im Piemont und mag es klassisch, da konnte nur ein Filmklassiker wie dieser von Fellini in Frage kommen. Rom ist neben Marcello Mastroianni und Anita Ekberg der dritte Hauptdarsteller. Aber man sieht nicht nur immer die bekannten Monumente, viele Szenen sind auch an Orten gedreht, die nicht immer nur das touristische und weniger schöne und prächtige Rom präsentieren, zum Beispiel im Stadtteil EUR oder sogar am 30 km entfernten Strand von Passo Oscuro. Eine gute Gelegenheit also, um sich die Stadt mal für mehr Tage vorzunehmen und auch die Außenbezirke kennenzulernen. Rom ist mit mehreren Hotels in unserem OLIMAR Programm vertreten, von gut und preisgünstig in der Nähe vom Bahnhof Termini bis schick und gehobener Preisklasse bei der Spanischen Treppe.

Rom: Blick auf das beleuchtete Kolosseum in der Dämmerung

Platz 4 von Michaela:

„Der talentierte Mr Ripley“ (Anthony Minghella, 1999)

Nach Salina und Procida muss es wieder eine Insel sein, dieses Mal Ischia, das nicht ganz so beschaulich ist wie die anderen beiden aber auch sehr verkannt wird. Berühmt wurde und ist die Insel vor allem wegen ihrer Thermen. Damit hat sie sich aber in den letzten Jahren auch ein bisschen den Ruf als verschlafen und altmodisch eingehandelt. Dass die Insel ein wahres Wanderparadies ist und es viele kleine und preisgünstige Hotels gibt, in denen man auch gut mit der ganzen Familie unterkommen kann, wissen die wenigsten. Außer vor dem suggestiven Castello Aragonese auf Ischia bewegt sich der Film auf den Spuren des Tom Ripley fast wie ein idealer Reiseführer durch die bekanntesten Besuchermagnete wie Rom, mit farbenfrohen Bildern und Venedig, das sich eher geheimnisvoll im Inneren seiner herrschaftlich ausgeschmückten Palazzi zeigt. Fast eine kleine „Grand Tour“ Italiens.

Ischia Kastell
Ischia Hafen

Platz 5 von Viorica:

„Unter der Sonne der Toskana“ (Audrey Wells, 2003)

Zugegeben, hier ist das Toskanaklischee schon fast zu sehr spürbar, aber ein bisschen Kitsch muss doch sein und wenn man in der Toskana lebt dann darf sie hier nicht fehlen. Diese Romanze über unglückliche Liebe, Freundschaft und Selbstfindung wurde in der Etruskerstadt Cortona schon ganz an der Grenze zu Umbrien gedreht. Der Trasimenische See ist gleich daneben und die berühmten Weinorte wie Montepulciano oder auch Montalcino bequem zu erreichen. Mahr als eine Vertiefung in die etwas banale Story der Frances Mayes lohnt sich der Film wirklich als ein kleiner Vorgenuss der typisch toskanischen Landschaften, Häuser und Lebensweisen. Stellen Sie sich eine gute Flasche Chianti Classico oder Brunello di Montalcino bereit und lassen Sie den Wein auf der Zunge zergehen während sie in den toskanischen Farben schwelgen.   

Toskana: Blick auf Zypressen, Mohnblumenfelder. ein Haus und die hügelige Lanschaft
Typische Landschaft der Toskana: Zypressen, Mohnblumenfelder und sanft geschwungene Hügel.
Hügellandschaft in der Toskana

Schreiben Sie uns im Kommentar Ihre italienischen Lieblingsfilme, vielleicht mit einer kleinen Begründung warum sie in Ihrer persönlichen Liste stehen, und wir machen daraus die „top ten“ unserer Leser und Kunden!

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