Alle Artikel mit dem Schlagwort: natur

Strand von Alvor mit Blick auf Sandsteinklippen nach Osten

Natur & Kultur an der Algarve: Spaziergang auf der „Ponta do Medo“

Der idyllische Fischerort Alvor konnte sich seinen Charme erhalten, obwohl das quirlige Touristenziel längst zu den Lieblingsorten der Algarve-Urlauber zählt. Die „Spitze der Angst“ haben die Fischer von Alvor die Düne genannt. Von dort schaut man bis zur Hafenstadt Lagos. Das Dünenatoll erhebt sich wie ein Schutzwall aus dem Meer. Es schützt den Fischerhafen und Ort Alvor vor Sturm und Brandung, und umarmt die Ria de Alvor. Die Lagune ist ein mehrere Quadratkilometer großes Biotop für Wasservögel und Schaltiere. Sie dehnt sich aus bis zur Flussmündung, begrenzt durch Wellenbrecher an beiden Uferseiten, und markiert mit unbemannten Leuchttürmchen. Die sogenannten Farolim blinken rot und grün sobald es dunkelt und zeigen den Fischern den Weg in die Lagune – oder hinaus. Sobald man die Farolim passiert, verlassen die Boote ruhiges Gewässer und die Strömung an der Ausfahrt ist tückisch. Die Fischer wissen das. Sie nehmen die Wogen bei jeder Ausfahrt wieder ernst, als bändigten sie ein bockiges Pferd. Barfus oder bequem mit Schuhwerk Die Dünenhalbinsel trennt den über vier Kilometer langen Sandstrand Praia de Alvor von der …

Alentejo Passadicos do Alamal

Passadiços in Portugal: Der hölzerne Boom

Am Rand steiler Klippen und Schluchten, über Dünen an endlosen Stränden, durch verwunschene Berg- und Tallandschaften: Der neueste Outdoor-Trend in Portugal erschließt auf Passadiços, Holzbohlenwegen, einige der faszinierendsten Naturräume des Landes. Und das eben nicht nur Wanderern, sondern einem breiten Publikum. Den UNESCO Global Geopark Arouca in der wildromantischen Bergwelt der Serra da Freita rund 75 km südöstlich von Porto hatten bis 2015 auch eingefleischte Portugal-Liebhaber nicht auf dem Schirm. 41 Geofundorte mit seltenen Erscheinungen wie »gebärenden Steinen« und Riesentrilobiten sind bemerkenswert, aber kein Touristenmagnet. Das änderte sich mit den Passadiços do Paiva. Entlang der Steilschlucht des Rio Paiva schuf man einen 8,7 km langen, spektakulär in die Felskulisse installierten Holzweg, der sich teils im Zickzackkurs mit über 1.000 Stufen aus den Tiefen zweier Flussstrände heraus- und wieder hinunterwindet. Die reine Gehzeit beträgt 2,5 Stunden. Seit dem Frühjahr 2021 ist die einmalige Szenerie um ein weiteres Highlight reicher: 175 m hoch über dem Fluss überspannt die stählerne Gangway der 516 Arouca als längste Fußgänger-Hängebrücke der Welt die Schlucht. Lest hierzu gerne auch unseren Artikel 516 …

Golfplatz Espiche an der Algarve

Der Golfsport im Fokus der Nachhaltigkeit

Das Thema Nachhaltigkeit ist aktuell in aller Munde und spätestens seit der Leichtathletik-WM in Katar auch im Sportbereich angekommen. Denn in Doha wurde das Khalifa-Stadion bei 40°C Außentemperatur für die Dauer der Spiele auf angenehme 26°C herunter gekühlt, damit die Sportler die körperliche Belastung durchhalten. Auch wenn sich das Emirat (noch) nicht allzu viele Sorgen um seine natürlichen Ressourcen machen muss, so mutete die Situation schon surreal an. Nachhaltigkeit sieht anders aus! Als langjährige Golfspielerin bin ich unlängst gefragt worden, wie sich denn der Golfsport mit Nachhaltigkeit verträgt. Spontan ging mir durch den Kopf: na, ganz wunderbar! Golf ist ein outdoor-Sport, Golfer sind Naturliebhaber, hier muss nix gekühlt oder erhitzt werden, unser „Rasen“ ist nach wie vor natürlich und nicht aus Kunstfaser wie bei den meisten neuen Fußballplätzen – was sollte davon bitteschön gegen die Umwelt sprechen? Bei genauerem Hinsehen erkennt man allerdings, wie komplex das Thema tatsächlich ist. Vorweg sei gesagt, dass die aktuelle Ökobilanz der Mehrzahl der deutschen Golfanlagen laut DGV-Referent Marc Biber, entgegen hartnäckiger Vorurteile, durchweg positiv ist. Denn im Vergleich zur …