Kulinarik & Genuss
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Spaniens Gourmet-Spezialitäten – das kulinarische Alphabet – Teil 1

Spaniens Tapas-Spezialitäten

Die wichtigste Zutat für einen gelungenen Spanienurlaub findet man in der Küche des Landes. Viele Spezialitäten haben hier ihr zu Hause und sorgen für wahre Gaumenfreuden. Lassen Sie sich durch das Alphabet der Kulinarik führen und lernen Sie so die Regionen Spaniens kennen.

Aioli
Auf einem spanischen Vorspeisenteller darf die Aioli nicht fehlen. Die kalte Creme, die vor allem aus Knoblauch, Olivenöl und Salz besteht, wird mit Brot oder Oliven sowie als Beigabe zu Fleisch, Fisch und Gemüse serviert. Auch hierzulande erreicht die Aioli Creme immer mehr Beliebtheit aufgrund des unvergleichbaren Geschmacks.

La Boquería
Während des nächsten Städtetrips nach Barcelona darf der Besuch des Mercat de la Boquería, kurz La Boquería, nicht fehlen. Die Markthalle an der berühmten Einkaufsstraße La Rambla bietet auf einer Fläche von rund 2.500 m² feinste spanische Spezialitäten. Einheimische und Touristen kaufen hier frischen Fisch, Fleisch, Gemüse, Obst, Backwaren und viele weitere regionale Produkte.

Markt in Spanien

 

Chorizo
Zu den beliebtesten Wurstwaren des Landes gehört die Chorizo. Hierbei handelt es sich um eine luftgetrocknete Rohwurst aus Schweine- oder Kalbsfleisch und Speck. Durch die Zugabe des roten Paprikagewürzes erhält die Fleischware ihre charakteristische Farbe. Die Chorizo ist nicht nur Teil der klassischen Tapasplatte. Sie wird zudem auch gern gebraten in Eintöpfen oder Pfannengerichten verwendet.

Digestivo
Nach einem deftigen Essen darf der Digestivo nicht fehlen. Hierunter versteht man verschiedene Liköre, die unter anderem ihren Ursprung in den Klöstern Spaniens finden. Andere gehen auf langjährige Volkstraditionen zurück, wie zum Beispiel der katalanische Ratafía oder der Licor Café. Die Liköre dienen hauptsächlich der Verdauung und weisen einen süßen Geschmack sowie einen hohen Alkoholgehalt auf.

Ensaimada
Die Ensaimadas sind auf den balearischen Inseln zu Hause. Das süße Blätterteiggebäck wird in seiner typischen Schneckenform mit Schweineschmalz gebacken und zum Schluss klassisch mit Puderzucker bestäubt. Manchmal sieht man die Ensaimadas auch mit Sahne, Marmelade, Kürbiskonfekt oder Schokolade gefüllt. Das Gebäck wird gern zum Frühstück oder am Nachmittag gegessen.

Ensaimada auf Mallorca

Fabada
Auch herzhafte Eintöpfe dürfen in der spanischen Küche nicht fehlen. In der Nordregion Asturien zählt Fabada zu den heißen Spezialitäten. Der Eintopf wird aus weißen Bohnen und Fleischresten wie gesalzenem Schweineohr und Blutwurst gefertigt. Auch die Chorizo wird hier gern verwendet. Lang genug gekocht nehmen die weißen Bohnen den Geschmack der Zutaten wunderbar auf und sorgen so für eine leckere Mahlzeit in der kühleren Jahreszeit.

Gazpacho
Anders als die Fabada eignet sich die Gazpacho als perfekte Abkühlung für die heißen Sommertage. Die kaltservierte Suppe stammt aus Andalusien und wird aus ungekochtem Gemüse zubereitet. Ursprünglich wurde sie von den Mauren gefertigt, die sie als weiße Knoblauchsuppe mit Gurken, Brot, Olivenöl, Essig, Wasser und natürlich Knoblauch aßen. Erst nach der Entdeckung Amerikas brachte Kolumbus die Tomate und Paprika ins Land, die auch heute noch Bestandteil des Gerichts sind.

Horchata
Die Horchata findet man in vielen Teilen Spaniens, insbesondere aber in Valencia und Alicante. Es handelt sich hierbei um eine Milch, die aus dem Saft der Erdmandel, einer weißen Knollenfrucht, hergestellt wird. Sie wird sehr kalt serviert und dient somit der Erfrischung. Im spanischen Sprachgebrauch wird der Name Horchata für alle Kaltgetränke auf Basis zerstampfter Früchte, Nüsse oder Samen genutzt, denn das Wort stammt eigentlich vom lateinischen „hordeata“. Dies bedeutet so viel wie „aus der Gerste gemacht“. Später wurde die Gerste durch Früchte ersetzt.

Iberisches Schwein
Das Iberische Schwein kennt man vor allem aufgrund des iberischen, luftgetrockneten Schinkens. Die Tiere sind im Südwesten Spaniens sowie in Teilen Portugals heimisch und werden meist freilaufend auf Korkeichen- und Steineichenhaien gehalten. Aufgrund der Fütterung mit den herunterfallenden Eicheln erhält das Fleisch seinen charakteristischen Geschmack und gilt als Delikatesse.

Jerez
Jerez oder auch Sherry dürfen nur Weine aus Andalusien genannt werden. Der Sherry gilt als der international bekannteste Wein Spaniens. Dieser wird aus Trauben gefertigt, die bei viel Sonne und hohen Temperaturen reifen. Aufgrund verschiedener Herstellungsprozesse kann der Sherry sehr unterschiedlich schmecken. Die trockene Variante eignet sich besonders als Aperitif, während der süße Wein eher zum Dessert gereicht wird.

Jerez Wein wird eingeschenkt

Katalanische Creme
Die Katalanische Creme, im spanischen „Crema catalana“, ist eine Dessertcreme, die mit einer festen Karamellschicht überzogen ist. Sie wird klassisch in einer Tonschale serviert und ähnelt dabei sehr der französischen Crème brûlée. Dennoch gibt es kleine Unterschiede zwischen den Spezialitäten. Zum Beispiel wird die katalanische Süßspeise nicht im Wasserbad zubereitet und enthält Milch statt Sahne, die mit verquirltem Ei, Stärke, Zimt und Orangenschalen verfeinert wird.

Limonade
Aufgrund des sonnigen, trockenen Wetters ist Spanien der perfekte Reifungsort für zahlreiche Zitrusfrüchte wie Limonen, Orangen oder Zitronen. So wundert es nicht, dass im Land gern selbstgemachte Limonade getrunken wird, die nicht nur für die richtige Abkühlung sorgt, sondern auch einen tollen Vitamin- und Energieschub geben.

Mandeln
Die Mandel ist schon seit über 4.000 Jahren aufgrund ihres aromatischen Geschmacks beliebt. Ursprünglich fand man die leckeren Nüsse in Asien. Durch die Mauren wurden sie in den Mittelmeerraum gebracht, wo sie bis heute angepflanzt werden. Neben dem leckeren Erzeugnis ist auch der Mandelbaum etwas ganz Besonderes. Er zählt zu den Rosengewächsen und trägt im Frühjahr wunderschöne rosafarbene und weiße Blüten. Ein beliebtes Reiseziel, um die Mandelblüte zu erleben, ist Mallorca im Februar.

Weiter geht’s im Teil 2 des kulinarischen Spanien-Alphabets.

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