Autor: Catrin George Ponciano

Vila Vita Parc Resort & Spa Badewanne Suite

Wellness mit Spaß und Genuss – die Algarve macht’s möglich

Wellness in der Algarve? Ein Nischenmarkt? Von wegen. Diverse Hotelketten stimmen ihr Angebot längst auf das Wohlfühlbedürfnis ihrer Gäste ab und überraschen mit Vielfalt und ausgeklügelten ganzheitlichen Konzepten in ihren Wellness-Spa-Oasen, durchgestylt vom Handtuch bis zum Duschgriff. Hand aufs Herz. Wie lange ist es her, dass Sie an niemanden sonst als an sich gedacht haben? Ein verlängertes Wellness-Wochenende an der Algarve könnte deswegen genau das richtige sein. Denn für gewisse Stunden, in denen die Seele einfach vor sich hin baumelt, ist die Algarve (noch) ein besonderer Geheimtipp geblieben. Frei nach dem Motto, man gönnt sich ja sonst nichts, bieten die hier vorgestellten drei Hotelanlagen ausgeklügelt holistische Genussprogramme für Körper, Geist und Seele an. Mens sana in corpore sano Wellness wird großgeschrieben. Spa-Oasen beschenken Hotelgäste mit Salzwasserpools, Whirlpools, Saunabereichen und Fitnessräumen, die jederzeit nutzbar zum hoteleigenen Service dazugehören. Doch dort, wo es nach Bergamottöl duftet, wo Sphärenklänge leise das Ohr berieseln, und absolute Ruhe herrscht, dort warten fachkundige Hände darauf, verspannte Muskeln zu massieren und dafür zu sorgen, sich rundum schöner zu fühlen. Von Kopf bis …

Strand von Alvor mit Blick auf Sandsteinklippen nach Osten

Natur & Kultur an der Algarve: Spaziergang auf der „Ponta do Medo“

Der idyllische Fischerort Alvor konnte sich seinen Charme erhalten, obwohl das quirlige Touristenziel längst zu den Lieblingsorten der Algarve-Urlauber zählt. Die „Spitze der Angst“ haben die Fischer von Alvor die Düne genannt. Von dort schaut man bis zur Hafenstadt Lagos. Das Dünenatoll erhebt sich wie ein Schutzwall aus dem Meer. Es schützt den Fischerhafen und Ort Alvor vor Sturm und Brandung, und umarmt die Ria de Alvor. Die Lagune ist ein mehrere Quadratkilometer großes Biotop für Wasservögel und Schaltiere. Sie dehnt sich aus bis zur Flussmündung, begrenzt durch Wellenbrecher an beiden Uferseiten, und markiert mit unbemannten Leuchttürmchen. Die sogenannten farolim blinken rot und grün sobald es dunkelt, und zeigen den Fischern den Weg in die Lagune – oder hinaus. Sobald man die farolim passiert, verlassen die Boote ruhiges Gewässer und die Strömung an der Ausfahrt ist tückisch. Die Fischer wissen das. Sie nehmen die Wogen bei jeder Ausfahrt wieder ernst, als bändigten sie ein bockiges Pferd. Barfus oder bequem mit Schuhwerk Die Dünenhalbinsel trennt den über vier Kilometer langen Sandstrand Praia de Alvor von der …

Mosteiro dos Jerónimos

Von der Gotik zur Manuelinik: Portugiesische Kronjuwelen der Architektur

Die Wände in Portugals Heiligtümern sprechen eine ganz eigene Sprache, eine, die jeder Mensch mit den Augen und Fingern verstehen kann: die Manuelinik. Im späten Mittelalter konnten Matrosen weder lesen noch schreiben, beobachten konnten sie dafür sehr gut und merkten sich alles, was sie auf Großer Fahrt über die Weltmeere und ferne Länder gesehen, gehört, geschmeckt, geschnuppert und erlebt haben. Heimgekehrt zu ihren Familien ging es am Abend in die Taverne. Dort wartete bereits die gesamte Nachbarschaft neugierig auf Geschichten aus dem Orient, vom Amazonas, aus der Wüste, von den Mohren und aus dem exotischen Japan und China. Ein Schoppen Wein löste die Zungen der Matrosen und sie erzählten ihrem staunenden Publikum von den Tieren, den Menschen und von den Pflanzen, die sie auf großer Fahrt gesehen haben. Zum Beispiel vom Tier mit riesigen Ohren, Zähnen und Rüssel, und von denen mit zwei Höckern auf dem Rücken, von gestreiften Pferden und badenden Riesenschweinen, von gefleckten Katzen so groß wie Ponys, von sprechenden bunten Vögeln, von Menschenaffen. Sie schwärmten von anmutenden Tempeltänzerinnen, hypnotischen Derwischen, oder von …

Alentejo Landschaft

111 Orte im Alentejo, die man gesehen haben muss: Nahaufnahme vom Schreibtisch

Abenteuer Autorenleben im Lockdown – »Bei diesem Buch lief alles anders« gesteht Catrin George Ponciano, und erzählt von ihrer Arbeit während der Pandemie an ihrem neuen Reisebuch über den Alentejo. Die Neuerscheinung „111 Orte im Alentejo die man gesehen haben muss“ ist ein Pandemie Buch. Das Manuskript habe ich während des 2. Lockdowns in Portugal geschrieben. Zwischen Weihnachten 2020 und dem 1. Mai 2021.120 Tage Schreibtisch. 120 Tage lang darauf warten, loszufahren. So wie immer, wenn es um einen Text über einen Ort oder eine Stätte im Alentejo geht, über den ich schreiben soll. Für einen Bericht, oder für ein Interview mit Menschen, verantwortlich für ein Museum, eine Werkstatt, oder die im Chor Weltkulturerbe singen.Ich gestehe, der Alentejo ist mein zweites zuhause, mein Rückzugsort, selbst bei anstrengenden Rechercheausflügen, selbst nach vielen Stunden Arbeit, sinkt die stille Weite der Natur in mich ein – und ich spüre Frieden in mir. Nun sollte ich darüberschreiben – ohne dort zu sein. Seit 15 Jahren schreibe ich über Portugal. Journalistische Artikel, Blogs, Reisebücher, Kriminalroman, Essay. Ich schreibe über was …

Ankerfriedhof

Drei Städte, vier Museen: Unterwegs an der Algarve

Die Algarve hält viele reizvolle Refugien für ihre Gäste parat. Die zahlreichen individuell thematisierten Museumshäuser gehören auf jeden Fall dazu. Herbst und Winter stehen vor der Tür – die Algarve lockt mit herbstlich mildem Klima zu Erholungsurlaub mit ausgedehnten Strandspaziergängen an die Küste, lädt Urlauber ein zu Streifzügen durch Städte und Dörfer – und zu Museumsbesuchen. Heimatwissen mit archäologischen Funden bündeln die hiesigen Museen und halten außerdem jede Menge Überraschungen parat. Die Legenden zu den Exponaten sind zweisprachig portugiesisch und englisch aufbereitet, Broschüren oftmals auch auf Deutsch erhältlich. Museu de Portimão – Sardinenfabrik & Stadtmuseum Manchmal heulten die Sirenen im Morgengrauen, manchmal erst am Nachmittag. Das Heulen konnte man hören bis an den Stadtrand von Portimão, sogar bis in die umliegenden Dörfer. Die Sirenen riefen die Fabrikarbeiterinnen zum Dienstantritt in die Konservenfabrik, und zwar immer dann, sobald die Sardinenfangflotte in den Arade-Fluss und Hafen zurückkehrte, bereit den Fang zu löschen. Der Fischfang und das Ausladen der Sardinenbeute war Männerarbeit. Waschen, säubern, ausnehmen, enthäuten, entgräten, sortieren und in Dosen betten, der blauschimmernden Schwarmfischlein, Frauenarbeit. Die fangfrischen …

Autofahren an der Algarve

Autofahren in Portugal – (k)ein Abenteuer?!

Portugals Infrastruktur lässt Autofahrerherzen höherschlagen. Einige Besonderheiten sollte man jedoch zum Autofahren in Portugal wissen, bevor man losfährt… Das Straßennetz in Portugal verbindet auf breitflächig verzweigten interurbanen und suburbanen Routen sämtliche Regionen des Landes miteinander. Die Infrastruktur leitet problemlos und direkt von einem Standort zum nächsten. Auf der Autobahn „rodovia“ von Norden gen Süden, von Westen nach Osten, von Spanien nach Portugal und umgekehrt beträgt die Höchstgeschwindigkeit 120 Stundenkilometer. Auf den Fernstraßen, gekennzeichnet durch IP und IC mit Ziffer, gilt Tempo 100. Sie kennzeichnen die Verbindungswege zwischen einzelnen Regionen und führen zumeist nicht durch Ortschaften hindurch, sondern mit jeweils beschilderter Abzweigung daran vorbei. Die Landstraßen im Landesinneren und in den Bergen in Portugal tragen die Buchstaben EM und vier Ziffern, die auf aktuellen Straßenkarten, je nach Maßstab ganz oder bloß teilweise, und in digitalen Orientierungshilfen vollständig auftauchen. Unterwegs auf Portugals Nationalstraßen Neben den dem jeweiligen Landkreis zugehörigen EM-Strecken verbinden Nationalstraßen weiter voneinander entfernt liegende Ortschaften und Städte über Land und durch Städte und Ortschaften hindurch. Hier seien vor allem zwei bekannte Strecken genannt, die N2 …

Schweine im Alentejo

Porco Preto: Vom glücklichen Schwarzen Schwein zum besten Schinken der Welt

Die Landschaft in Portugals Alentejo mit den sanft hügeligen Montes ist weltweit einzigartig und beschert den Bauern der Region ein fertiles Öko-System für Landwirtschaft und Viehzucht. Die Piste zum Monte von Senhor José Luis windet sich kurvenreich vorbei an sanften, bauchig rund gewölbten Hügeln. Weitflächig krümmen sich Weinranken aneinander, als hielten sie sich an Armen fest. Silbergrün zittert Olivenlaub im Wind. Die schmalen Blätter abertausender Ölbäume malen weiche Wellen an den Hängen hinauf und hinab. Die Erde dazwischen glänzt kräftig Tonerden. Der Duft nach feuchter Erde betört die Luft. Auf den leuchtend grünen Wildkräuterweiden tupfen Veilchen, Gänseblümchen, Sauerampfer und Kleeblumen das Stachelbeergrün der Getreidehalme bunt. Zartlila. Zitronenfaltergelb. Rostrot und schneeweiß. Auf Strommasten bauen Storchenpaare ihre Horste, schleppen Zweig für Zweig durch die Luft in die künftige Storchenwiege. Vereinzelt bimmelt es von Weither, ein Hirte und seine Schafherde ziehen vorbei, die Chocalhos Glöckchen ihrer Leittiere tönen blechern. Knorrige Korkeichen breiten ihr Geäst aus wie Schirme über Weiden und Felder, spenden den Weidetieren während der sengenden Mittagshitze Schatten in Nachbarschaft mit Steineichen. Ein Adlerpaar tanzt den Balztanz …

Azulejo in Lissabon Museum

Azulejo Museum Lissabon – auf den Spuren von Portugals berühmter Fliesenkunst

Es gibt Orte in Lissabon, die sind so schön, da passt einfach alles zusammen. Zu diesen speziellen Orten gehört das Nationale Museum für Fliesenkunst Museu Nacional do Azulejo auf jeden Fall dazu. Hier erfahren Besucher alles über Portugals berühmte Azulejos. Anfahrt zum Azulejo Museum in Lissabon Man nimmt den Bus. Am besten steigt man ein am Prachtplatz Praça do Comérçio. Die richtige Haltestelle ist die letzte rechts am Ost Eck auf dem Platz mit Blick auf den Triumphbogen Augusta, der Eintritt in die elegante Baixa gewährt. An der Haltestelle links daneben drängeln Menschen, bereit, sich den Einstieg in die emblematische eléctrico Straßenbahn mit den Ellenbogen zu erkämpfen. Kaum am gläsernen Terminal vorbei, löst sich das Menschenknäuel auf. Anstatt Oui, Yes, oder Nein, hört man nur noch sim, pois, und olá. An dieser Haltestelle warten Portugiesen auf dem Heimweg auf den Bus Nummer 728 Richtung Portela, oder Nummer 759 Richtung Estação Oriente, zum Orient Bahnhof im Parque das Nações Viertel im ehemaligen Weltausstellungsgelände fährt. Die Busfahrt zum Museum für Fliesenkunst dauert etwa eine Viertelstunde. Die Route …

Details Weihnachtskrippe an der Algarve

Weihnachtskrippen an der Algarve

Zwanzig Tonnen Sand in Vila Real de Santo António und zehn Tonnen Salz in Castro Marim bilden das Fundament für die zwei größten Weihnachtskrippen in Portugal Wenn Virgínia aus Monchique am Samstag vor dem ersten Advent in den Wald geht und Moos, Korkrinde, Tannenzapfen und Johanniskraut sammelt, denkt sie an ihren Opa. Mit ihm hat sie als Kind den Adventsspaziergang stets gemeinsam unternommen, von ihm hat sie gelernt, was man für eine Krippe im Wohnzimmer und für den Adventskranz alles braucht. Wie Virgínia gehen viele Portugiesen in den Wald und sammeln für die heimische Krippe im Wohnzimmer dies und das. Denn ohne Krippe kein Weihnachtsfest, lautet das Credo und so leuchtet ab dem ersten Advent in jeder Wohnstube in Portugal ein Kerzchen in einer liebevoll gestalteten Krippe mit winzigen Figuren dekoriert und mit dem Stern von Bethlehem gekrönt. Überall ein Weihnachtsgefühl und Tradition In den örtlichen Kapellen, Kirchen, Gemeindezentren, auf einer Kreisverkehrsinsel, auf dem Dorfplatz, vor dem Rathaus oder am Ortseingang werden heiße Holzhütten mit Krippenfiguren bestückt und mit Lichterketten geschmückt, die Weihnachtszeit sei willkommen …

Blick auf Leuchtturm Sagres

Sagres an der Algarve – wandeln, wandern, surfen, segeln, staunen

Vor langer, langer, Zeit galt der Felsenkoloss in Sagres an der Algarve mit dem mystisch klingenden Namen Cabo de São Vicente als das Ende der Welt. Wer an der Spitze der sich wie ein Finger aus dem Meer emporhebenden Klippe vorbeisegelte, wusste vor tausend Jahren noch nicht, wohin der Weg gen Westen führte. Dort, wo allabendlich die Sonne ins Meer stürzte und der Himmel leuchtendorange brannte, lag vielleicht das Tor zum Purgatorium, dachte man. Jedoch nur so lange, bis ein portugiesischer Prinz den Seeweg nach Indien finden wollte und das Kap am Heiligen Vorgebirge zum Forschungszentrum für seine Vision erkor. Der Prinz nannte das Fischerdorf Vila do Infante und ließ eine Festung bauen. Er war der Großmeister des portugiesischen Christus-Ritterordens, Burgherr von Silves, und erster Gouverneur des Königreiches der Algarven. Sein Name lautete Infante D. Henrique, Prinz Heinrich der Seefahrer. Heinrich der Seefahrer in Sagres Prinz Heinrich setzte mit seiner Mission, den Seeweg nach Indien zu suchen, völlig neue Maßstäbe in der damals noch herrschenden Weltenordnung. Er verhalf dem Königreich Portugal zu Ruhm und Ansehen …