Alle Artikel in: Kunst & Kultur

Azul Spielstand

Ausgezeichnetes Brettspiel „Azul“: Rund um die berühmte portugiesische Schmuckfliese

Durch eine kurze Zeitungsnotiz wurde ich im Sommer auf das neu ausgezeichnete Spiel des Jahres 2018 aufmerksam: Azul. Als Portugal-affiner Mensch hat mich dieser Titel neugierig gemacht. Hat das Spiel vielleicht etwas zu tun mit den in Portugal allgegenwärtigen Keramikfliesen, den Azulejos? Tatsächlich las ich in der Kurzbeschreibung des Brettspiels: „Azul lädt dich dazu ein, die Wände des königlichen Palastes in Évora mit prunkvollen Fliesen zu verzieren“. Was für ein schönes Thema für ein Gesellschaftsspiel – und derart passend für einen Portugal-Reiseanbieter, dass uns die für den Spielvertrieb zuständige Pegasus Spiele GmbH freundlicherweise ein Exemplar zum Testen (und eines zum Verlosen auf unserer OLIMAR Facebookseite) zur Verfügung gestellt hat. Der erste Eindruck des Spiels ist schon einmal sehr ansprechend und hochwertig. Der Karton ist mit bunten Azulejo-Grafiken und einem schmuckvollen Schriftzug versehen. Im Kartoninneren entdecke ich neben einer grafisch ebenfalls gelungen aufbereiteten Spieleanleitung und vier bunten Spielfeld-Tafeln einen schönen, mit blau-weißen Azulejos bedruckten Leinenbeutel, in dem die Spielsteine aufbewahrt werden.   Um genau diese 100 kleinen, kunterbunt verzierten Kunstharz-Azulejos dreht sich das Gesellschaftsspiel. Ziel des …

AVE Schnellzug Andalusien

Andalusien mit dem Zug: Bahnreisen zwischen Málaga, Córdoba und Sevilla

Andalusien mit dem Zug erkunden? Dass dies zwischen den großen Metropolen ganz komfortabel funktioniert, ist den wenigsten bekannt. Aus diesem Grund hat OLIMAR eine neue Rundreise per Bahn aufgelegt, bei der man ganz entspannt ins Zentrum von Málaga, Córdoba und Sevilla reist und die kulturellen Höhepunkte dieser eindrucksvollen Städte erlebt. „AVE – Alta Velocidad Española“: Das ist die Abkürzung für die spanischen Hochgeschwindigkeitszüge. Das Land hat das beste Streckennetz Europas, in Andalusien sind die faszinierenden Städte Málaga, Córdoba und Sevilla angeschlossen. Ende 2018 sollen die ersten AVE-Züge auch von Málaga nach Granada rollen. Die Züge sind modern, gepflegt und pünktlich. Da auf den EU-genormten Schienen keine langsameren S-Bahnen oder Regionalzüge fahren, hat der AVE immer freie Fahrt. Das Gepäck und auch die Passagiere werden vor dem Betreten des Bahnsteigs stets kontrolliert, allerdings geht dies viel schneller als beim Fliegen. Es genügt, wenn man etwa 15-20 Minuten vor Abfahrt am Bahnhof ist. Auf dem Fahrticket ist auch automatisch die Wagennummer und der Sitzplatz vermerkt, so dass kein Fahrgast stehen muss. Startpunkt Málaga: Picasso, Alcazaba und das …

Blick auf Bucht von Palermo

Palermo – Italiens Kulturhauptstadt 2018

Palermo, die Hauptstadt von Sizilien, ist seit jeher ein wahrer Schrein der Kultur. Das wissen all diejenigen, die staunend vor den goldenen Mosaiken des Normannenpalastes gestanden haben, den arabisch-normannischen Stil des Palazzo della Cuba bewundert haben oder sich über das wilde Herausbrechen von Mosaiksteinen im Kreuzgang von Monreale durch Touristen geärgert haben. Palermo ist nicht die Hauptstadt der Mafia sondern eine der Hauptstädte einer mühsam erkämpften Legalität und des Kampfes gegen mafiöse Machenschaften. Der italienische Stiefel reagiert nicht nur positiv auf die Ernennung der sizilianischen Metropole zur nationalen Kulturhauptstadt – es sei zu einfach für eine Stadt mit solch einem kulturellen Überfluss im Gepäck. Aber ist es denn jetzt gerade nicht mehr denn je wichtig, eben solche Orte hervorzuheben an denen sich Kulturen gekreuzt und wunderschöne Spuren hinterlassen haben, die sich heute feindselig gegenüberstehen? Wo man bis vor 30 Jahren noch alte Straßenschilder mit arabischen Schriftzügen lesen konnte, aber vor allem, wo sich die Bewohner täglich erfolgreich gegen eine Fremdbestimmung aus der Dunkelheit wehren. Und gerade trotz dieses weltberühmten kulturellen Erbes haben die Palermitaner noch …

Fadosänger Miguel Camoes

Interview mit dem Fado-Sänger Miguel Camões Martins

Miguel Camões Martins gehört zu den aufstrebenden, jungen Fado-Sängern in Portugal. Der Musiker Alexander Wilken traf den Alentejaner auf seinem Portugal Roadtrip im Lissaboner Fado-Restaurant „Caldo Verde“. Im Interview erzählt Martins, wie seine Fado-Songs entstehen und welche weniger touristisch geprägten Fado-Lokale er in Lissabon empfehlen kann. Alexander Wilken: Wenn man Dich auf der Bühne sieht kann man Deine Leidenschaft für den Fado deutlich sehen und hören. Wolltest Du schon immer Musiker werden? Miguel: Ich begann früh mit einer Theaterausbildung, lernte klassische Gitarre und fing schon mit 16 Jahren an, Fado zu singen. Meine Großeltern waren selbst Fadomusiker und haben mich stets ermutigt. Alexander Wilken: Wie entstehen Deine Fado-Lieder? Miguel: Üblicherweise singe ich Briefe und Gedichte, die von Poeten für Fado-Sänger oder speziell für mich geschrieben wurden. Man kann auf die Musik der alten Meister verschiedene Fado-Texte singen. Alexander Wilken: In welcher Formation trittst Du auf? Miguel: Je nach Engagement in Dreier-Besetzungen und bei großen Konzerten mit meiner Band. In dieser spielen neben mir als Sänger ein Bassist, ein Gitarrist und ein Perkussionist. Wir treten dann …

Osterprozession Apulien

Ostern in Apulien – Mystik, Spektakel und wahre Verehrung

Rückbesinnung auf alte Traditionen und Spiritualität sind gerade zur Osterzeit wieder groß im Kommen. Wer dafür offen ist sollte über die Osterfeiertage unbedingt einmal eine Reise nach Apulien, an den „Stiefelabsatz Italiens“, einplanen. Doch anstelle der grossen Städte und Tourismusmagneten wie das barocke Lecce oder Alberobello mit seinen UNESCO-geschützten weissen Trullis  bieten sich zahlreiche kleine Orte zu einer solchen Erfahrung an, deren Namen dem breiten Publikum gar nicht bekannt sind. Wie zum Beispiel Ginosa in der Provinz von Taranto und gleich an der Grenze zur Basilicata gelegen. Der winzige Ort auf 240 Metern über dem Meer ist nur wenigen Eingeweihten wegen seiner „gravine“ bekannt, den canyonartigen waldbedeckten Einschnitten im Erdboden, die bis zu 200 Metern tief sein können. In diesem wilden Teil Apuliens, der sich bisher allen Einflüssen des modernen Lebens entziehen konnte findet, am Freitag und Samstag vor Ostern eine der beeindruckendsten Osterprozessionen Süditaliens statt. Im nur von Fackeln erleuchteten Stadtkern, mit einheimischen Darstellern in traditionellen Kostümen, Erzählern und Musikanten, unter Gesängen der schwarzgekleideten „pie donne“ – der frommen Frauen – und mit den …

Petersdom und Ponte V Emanuele Rom

Eine Städtereise nach Rom – Barocke Pracht auf Schritt und Tritt

Mit Kunstschätzen aus drei Jahrtausenden versetzt Rom Kulturliebhaber in einen wahren Rausch. Angesichts der Fülle der Sehenswürdigkeiten ist es hilfreich, eine gezielte Auswahl zu treffen. Ein Streifzug durch das barocke Rom führt zu touristischen Highlights aber auch zu Oasen der Ruhe und in eines der schönsten Museen der Welt. Im 17. Jahrhundert gelangte Rom zu einer neuen künstlerischen Blüte. Die verschwenderische Pracht des Barock erleben Besucher noch heute, beim Anblick der glanzvollen Paläste, pompös ausgestatteten Kirchen und eleganten Plätze. Künstler wie Gian Lorenzo Bernini und Caravaggio schufen in dieser Epoche Werke für die Ewigkeit. Eines der schönsten Beispiele barocker Architektur ist die Piazza Navona im Herzen der historischen Altstadt. Blickfang auf dem langgestreckten Platz ist der Vierströme-Brunnen des Architekten und Bildhauers Gian Lorenzo Bernini. Die gewaltige Skulpturengruppe, die rund um einen Obelisken angeordnet ist, zeigt die vier Flussgötter Donau, Ganges, Nil und Rio de la Plata. Sie stehen symbolisch für die vier damals bekannten Kontinente. Flankiert wird die Piazza, auf der einst Pferderennen und Stierkämpfe stattfanden, von Prachtbauten wie der Kirche Sant‘ Agnese, eleganten Palazzi …

Kirchplatz Tomar Portugal Urlaub Centro

Tomar: Das Bilderbuchstädtchen in Portugals Centro

„Von Fátima aus solltest du auch noch weiter bis nach Tomar fahren. Das lohnt sich!“, rät mir meine Pensionswirtin bei der Tagesausflugs-Planung am Frühstückstisch. Wohin? Tomar? Um ehrlich zu sein hatte ich von diesem Städtchen in Zentralportugal noch nie zuvor gehört. Dass das eine echte Wissenslücke war, weiß ich nun. Denn ich habe Tomar besucht und dieser Besuch hat sich für mich als größte positive Entdeckung meines Urlaubes herausgestellt! Ein Blick auf die Landkarte verrät mir: Die Kleinstadt Tomar ist rund 40 Kilometer westlich vom Wallfahrtsort Fátima gelegen. Eine kurze Internetrecherche klärt weiter auf: Hauptsehenswürdigkeit Tomars ist das auf einem Festungsberg gelegene, zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Kloster. Im 12. Jahrhundert wurde es zunächst vom Templerorden erbaut. Rund 150 Jahre später, nach der Auflösung der Templer, ging es an den Christusorden über. Tomar gehört außerdem zu einem Bund an historisch bedeutenden jüdischen Gemeinden, der „Rede de Judiarias“. Und in Tomar kann man angeblich besonders schöne portugiesische Pflasterkunst bestaunen. Klingt nach viel Kultur und einer bewegten Geschichte – meine Neugier ist geweckt! Nach der Besichtigung von Fátima steuere …

Spanien Urlaub Sonnenschein Gegenlicht

Tipps für den Spanienurlaub: Interview mit einer OLIMAR Spanien-Expertin

OLIMAR Kollegin Roswitha Hildebrand hat viele Jahre im Spanien Serviceteam gearbeitet und unzählige Dienstreisen und auch Urlaube auf der iberischen Halbinsel verbracht. Sie kennt insbesondere das Landesinnere Spaniens aus dem Effeff und weiß ganz genau, in welchen Regionen und Orten Urlauber besondere Highlights entdecken können. Wir haben Roswitha zu ihren persönlichen Tipps und Empfehlungen befragt. OLIMAR: Der Norden Spaniens mit den Regionen Galicien, Asturien oder Kantabrien ist für Deutsche ein eher unbekanntes und ungewöhnliches Reiseziel. Doch weshalb und für wen lohnt sich eine Reise gerade dorthin? Roswitha Hildebrand: Diese Regionen eignen sich zum einen für alle, die gern auch im Sommer eher aktiven Urlaub machen möchten. Es wird in diesen nordspanischen Regionen auch im Juli/August nie zu heiß, so dass man toll Biken, Wandern und Trekken kann. Zum anderen lässt sich in Nordspanien so viel entdecken! Wer nur am Strand entspannen möchte, ist hier definitiv fehl am Platz. Stattdessen kann man abwechslungsreiche Touren entlang der Küste unternehmen, Abstecher in die Berge oder ins Hinterland machen, schöne Städte besichtigen, Kultur (Romanik) und historische Monumente entdecken,… Je …

Blick auf Alhambra vom Albaicin Granada Urlaub

Märchenhaftes Granada – Flamenco, Tapas und ein Besuch der Alhambra

Um den Zauber aus 1001 Nacht zu spüren, muss man nicht in den Orient reisen. Das spanische Granada in Andalusien entführt Besucher in eine faszinierende arabische Welt. In den engen verwinkelten Gassen riecht es nach Gewürzen und nach köstlichen orientalischen Speisen – vom arabischen Falafel bis zum marokkanischen Couscous und Tajine-Gerichten, die einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. An jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken: kleine Geschäfte, in denen duftende Tees angeboten werden, bunte Mokassins, Kerzen und Stoffe oder idyllische kleine Plätze, Mosaiksteine im Gehweg und Musik aus den vielen orientalischen Teterias (Teestuben). Flair wie aus 1001 Nacht im Stadtviertel Albaicín Nein, wir befinden uns nicht in den Souks von Marokko oder dem Oman. Wir schlendern durch das spanische Granada, genauer gesagt durch das Viertel Albaicín, das aus einem faszinierenden Gassengewirr besteht. Hier ist das alte Andalusien spürbar, wie es zur Zeit der Mauren, die im Jahr 711 ins Land kamen, aussah. Steile Treppen führen zwischen den Häusern mit Gartenterrassen, den sogenannten Carmenes entlang. „Der Begriff ,Carmen‘ stammt aus dem Arabischen und lässt …

Lesezeichen im Buch Detail

Unsere Lieblingsbücher – neu und für Sie entdeckt!

„Highlights Madeira“ Madeira, die Insel des ewigen Frühlings, zieht jedes Jahr mit seiner Blumenpracht, der Steilküste von Cabo Girão und malerischen Dörfern über eine Million Besucher an. Die Autoren laden im neuen Bildband zu einer abwechslungsreichen Inseltour ein. Die 50 attraktivsten Reiseziele mit Insidertipps und Landschaftsaufnahmen sind im Buch versammelt. „‚FAIR reisen“ Wir essen häufiger bio und weniger Fleisch, fahren mit dem Rad statt mit dem Auto und hinterfragen, ob Produkte fair gehandelt worden sind. Doch bei Urlaubsreisen entscheidet oft noch der Preis. Frank Herrmann klärt in seinem neuen Buch „FAIR reisen“ über die Nachhaltigkeit verschiedener Reiseformen auf. Der Experte gibt Tipps, wie man sich in der Urlaubsregion fair verhält. Und behandelt Themen wie Klima- und Umweltschutz sowie Konsum und Kultur am Urlaubsort. „Das schöne Gegengewicht der Welt- mit Rilke durch Venedig“ Venedig – für Rainer Maria Rilke „das schöne Gegengewicht der Welt“. Mit Gondel und Vaporetto, meist jedoch zu Fuß, erkundete er die Lagunenstadt, seinen Sehnsuchtsort. Markusplatz und Lido inspirierten ihn ebenso wie eine verlassene Großwerft, das Arsenal, er wohnte in einfachen Pensionen ebenso …