Alle Artikel mit dem Schlagwort: Portugal

Blick auf die beiden Kraterseen von Sete Cidades

Sete Cidades – einmal um den berühmtesten Azoren-Krater wandern

Im vergangenen Frühjahr war ich endlich einmal auf den Azoren, und zwar auf der Hauptinsel São Miguel. Bei einem Urlaub dort darf eine Wanderung oder zumindest ein Spaziergang am Kraterrand von Sete Cidades nicht fehlen. Das Bild vom Blick über die zwei verschiedenfarbigen Kraterseen, Lagoa Azul und Lagoa Verde, ist das Motiv, das einem beim Stichwort „Azoren“ bei der Internetrecherche am häufigsten angezeigt wird. Außerdem ziert es jeden zweiten Azoren-Reiseführer – es ist sozusagen DAS Wahrzeichen der Azoren. Wie praktisch, dass unsere Unterkunft in Ginetes, und somit direkt am Hang des Vulkans lag – so konnten wir an unserem dritten Urlaubstag direkt von der Haustür unseres Ferienhäuschens aus die Wanderung starten.Für die Anstrengungen des extrem steilen Aufstiegs entschädigte dann der phantastische Ausblick, der sich uns oben am Kraterrand bot: Zur einen Seite die zwei Kraterseen, zur anderen Seite in etwas größerer Entfernung der Atlantik. Und dazwischen unzählige Kuhweiden (erinnerte tatsächlich ans Allgäu, wenn denn das Meer nicht wäre…) – und auch unser Ferienhäuschen konnten wir entdecken. Weiter ging es über viele, viele Kilometer, immer dem Wanderweg …

Blick auf die Bucht von Cascais

Cascais – wo das Licht zuhause ist

„Bem-vindo a Lisboa“ (Willkommen in Lissabon) begrüßt uns João Afonso, der Fahrer von unserem Hotel und reicht uns zwei Flaschen Wasser. Gerade erst angekommen, werden uns von João, den wir beim Vornamen nennen sollen, neben dem Gepäck auch alle weiteren Entscheidungen abgenommen. So fragt der gepflegte Portugiese im dunklen Anzug uns im höflichsten Britisch-English, ob wir statt der zehnminütigen schnelleren Strecke über Lissabons Autobahnen nicht lieber die Route vom Tejo an die Atlantikküste zu unserem Hotel in Cascais nehmen möchten. Wir sind im Urlaub, haben Zeit und schnell erkannt, dass dies genau das Richtige zur Einstimmung auf unseren Cascais-Urlaub ist. João entpuppt sich als sicherer Fahrer sowie als ortskundiger Fremdenführer. Wir blicken auf eine pittoresk wirkende Altstadt, merken aber schnell, dass dies nur eine Facette Lissabons zu sein scheint. João fährt uns vorbei an modernen, futuristischen Gebäuden, die sich zwischen den Kulturdenkmälern wie dem „Torre de Bélem“ und dem Hieronymus-Kloster „Mosteiro dos Jerónimos“ erstrecken. Auf der anderen Uferseite des Tejos erblicken wir die gigantische 82 Meter hohe Jesusstatue „Christo Rei“. Besonders beeindruckend wirkt auf uns …

Azoren Lagoa Fogo See

Azoren – ein Inselparadies mitten im Atlantik

Für viele Leute sind die Azoren bzw. ein Azoren Urlaub noch so etwas wie die große Unbekannte. Das Einzige, was mit ihnen in Verbindung gebracht wird, ist das Azorenhoch aus dem Wetterbericht. Doch das Wetter wird hier schnell zur Nebensache, entdeckt man das unbeschwerte Leben und jene ursprüngliche Natur, die diese Inselgruppe zu bieten hat. Gelegen mitten im Nichts und etwa vier Flugstunden von Mitteleuropa entfernt, erwartet jeden Besuchenden eine Mischung aus grüner Natur, Ruhe und liebenswerten Leuten. Das azoreanische Leben ist geprägt durch eine stetige Gelassenheit. Stress ist hier ein Fremdwort, chaotisch werden kann es aber trotzdem. Die Lebensart auf den Azoren: stressfrei  Beispielsweise wenn die Kühe von einer Weide auf die nächste getrieben, besser gesagt „laufen gelassen“ werden mit der Folge, dass der Verkehr kurzfristig stehen bleibt. Verspätungen kommen demnach häufig vor. Übrigens auch im Supermarkt: Beim Einkaufen bekommt man alles noch in Tüten gepackt, was den Vorsatz „einfach mal schnell einzukaufen“ relativiert. Die Azoreaner sind ein fröhliches Volk und dies zeigen sie jedem Besuchenden, der hierher kommt. Freundlichkeit, Ehrlichkeit und Hilfsbereitschaft sind …

Streetart Funchal, Madeira

Junge und moderne Szene in Funchal

Bei meiner dritten Madeira Reise habe ich mir endlich einmal einen ganzen Tag Zeit genommen, um die Inselhauptstadt Funchal ausgiebig und in Ruhe zu erkunden. Und wie ich schon vermutet hatte: Es hat sich gelohnt und war im Rückblick sogar einer der schönsten Urlaubstage! Besonders beeindruckend ist die Streetart in Funchal, der man ständig über den Weg läuft.  Ausgehend vom zentralen Busbahnhof in Funchals Altstadt habe ich mich relativ plan- und ziellos durch die gemütlichen, schwarz-weiß gepflasterten Gässchen, Fußgänger-Zonen, Parks und Plätze treiben lassen. Mit vielen Stopps in hübschen Modelädchen (wie schön, endlich mal nicht die üblichen Fußgängerzonen-Einheits-Mode-Ketten aus Schweden/spanien/ etc. überall zu sehen), in Straßencafés zum leckeren Galão, und auf Parkbänken zum Verschnaufen und Meerblick-Genießen. Mein absolutes Highlight in Funchal war jedoch das Viertel rund um die Rua de Santa Maria, im westlichen Teil der Altstadt. Mir wurde erzählt, dass dieses Viertel bis vor einigen Jahren ein eher heruntergekommenes Rand-Viertel mit großer Armut, Kriminalität und Drogen-Problemen war. Ab 2010 hat jedoch unter anderem das Projekt „artE pORtas abErtas“, was ungefähr Projekt der offenen Türen …